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„Mankind's first musical performance
 
couldn't have been anything other than a
 
free improvisation.“

-- Derek Bailey, improvising guitarist, 1930 – 2005

            


 

6. freejazzfestival saarbrücken,

29. september bis 3. oktober 2021

celebrating the 80th birthday of Brötzmann

& the power of free improvisation

 

prolog, mi., 29. september '21, 19:00 uhr:

kino 8 ½

 

SteDaJoDa:

Stefan Scheib - bass http://stefan-scheib.de/

Daniel Studer- bass http://www.danielstuder.ch/

Johannes Schmitz - gitarre https://www.schmitzjohannes.com/

Daniel "D-Flat" Weber - schlagzeug https://www.dflatful.com/

 

Dokumentarfilm:

„Soldier of the Road: A Portrait of Peter Brötzmann“,

F 2011, OmU, 93 Min., Regie: Bernard Josse

Bernard Josse (* 1956 in Frankreich) arbeitete als Kameramann und Redakteur an einer Reihe von Dokumentarfilmen. Dreißig Jahre nach dem Treffen mit dem Saxophonisten, Bandleader und Künstler Peter Brötzmann beschloss er, einen Film über ihn zu drehen. Das Projekt entstand über einen Zeitraum von fünf Jahren, völlig unabhängig, ohne Budget und nur in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Gérard Rouy.

"Ich wollte den Sound filmen", sagt Bernard Josse über sein Filmporträt über Peter Brötzmann.

Dieser deutsche Musiker ist seit seinem Album Machine Gun (1968) eine führende Figur des europäischen Jazz. Brötzmann verlagerte den amerikanischen Einfluss des Free Jazz in Richtung einer wirkungsvollen, lautstarken, energiegeladenen Art von Performance, die auch von Punk-, Noise- und Stil-freien Liebhabern geschätzt wird. Brötzmanns vulkanischer Klang ist so beeindruckend wie immer, selbst im 70. Jahr des Künstlers, als der Film gedreht wurde. Josse bemerkt: " Eine Frage wurde für die Entstehung dieses Films von zentraler Bedeutung: Wie haben Musiker in den letzten 50 Jahren so viel Energie entwickelt? Was hat dazu beigetragen? Peter sucht, findet, verwandelt [...] Er ist niemals selbstzufrieden und erforscht immer neue Wege. Ich betrachte ihn als einen wahren Schöpfer.“

Peter Brötzmann äußert sich im Film klar, überlegt und offen – und gibt dabei ungewohnt viel von sich preis, angefangen bei seiner Kindheit im Kriegs- bzw. Nachkriegsdeutschland. Auch Weggefährten wie Evan Parker, Han Bennink und Ken Vandermark kommen zu Wort. Die Gespräche machen deutlich, wie sich Musik im intensiven Austausch entwickelt. Und natürlich gibt es auch viel Livemusik zu erleben.

 

Konzertvideo:

Peter Brötzmann Trio & Quintett live in der Leipziger legendären naTo!, 

 am 14. 12. 2019  aufgenommen hautnah mit bis zu 8 Kameras,

Big Bad Brötzmann Trio:  15 Min.
Peter Brötzmann - tg, ts, cl
Oliver Schwerdt - p, perc
Christian Lillinger - dr, perc
 
Big Bad Brötzmann Quintet:  35 Min.
Peter Brötzmann - tg, ts, cl
Oliver Schwerdt - p, perc
John Edwards - b
John Eckhardt- b
Christian Lillinger - dr, perc
 


 

auftakt, do., 30. september '21, 18:30 uhr:

Garellyhaus

 

dadaistische Metaperformance:

QUATRE MARTEAUX:

Elodie Brochier- stimme

Geoffroy Muller- trompete

Hartmut Oßwald - saxophon

Daniel Prätzlich - schlagzeug

Pascal Zimmer - elektronik

 

 

Ulrich Stock (ZEIT) Podiumsgespräch mit Peter Brötzmann:

"FreeJazz als Soziale Plastik"

In den Anfängen des Free Jazz vor einem halben Jahrhundert ging es um das Brechen allzu starrer musikalischer Regeln. Das tönende Individuum wollte sich entfesseln. Das ist gelungen. Heute kann es deshalb um anderes gehen: frei zu sein für ein gemeinsames musikalisches Gestalten ohne Dominanz des eigenen Egos. Improvisation als gesellschaftliches Modell - wichtiger als persönlicher Drang wird die Fähigkeit, andere Stimmen zu hören, aufzugreifen und sie auch zu feiern.

 

Der Schleswig-Holsteiner Ulrich Stock, Jahrgang 1958, ist Jazzreporter der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT. Über die Jahrzehnte widmete er sich Musikern wie Cecil Taylor, Irène Schweizer, Heiner Goebbels, Aki Takase, Christian Lillinger oder Anna-Lena Schnabel.

Seit dem Sommer 2005 entwickelt er das multimediale Musikangebot der ZEIT online, das für den Grimme Online Award 2006 nominiert wurde.

Auf ZEIT ONLINE schreibt er die Monatskolumne Und jetzt Jazz! — eine unendliche Recherche über Jazzdenken, Jazzmachen, Jazzleben.
 
 
 

 

GRID MESH:

Frank Paul Schubert - saxophon

Christof Thewes – posaune

Andreas Willers – e-gitarre

Willi Kellers - schlagzeug

 

  

Frank Paul Schubert (*1965 in Neuss) ist Saxophonist in den Bereichen Improvisierte Musik und Zeitgenössischer Jazz. Er lebt seit 1999 in Berlinund arbeitet(e) regelmäßig mit Johannes Bauer (gest. 2016), Willi Kellers, Andreas Willers, Olaf Rupp, Paul Rogers, Matthias Müller, John Edwards, Mark Sanders, Paul Dunmall, Alexander von Schlippenbach, Günter Baby Sommer, Clayton Thomas, Uwe Oberg, Rudi Fischerlehner und vielen mehr. Aktuelle Gruppen sind GRID MESH, FOILS, ROPE, FABRIC, Willi Kellers Quartett, Rocket No. 9 u.a.

 

                                                                                    

 

 

Der Posaunist Christof Thewes (* 1964 in Quierschied, D) ist seit Jahren als Leiter und Komponist unzähliger eigener Ensembles – die alles zwischen Solo bis Big Band abdecken – und als Sideman so bekannter Gruppen wie dem Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band musikalisch aktiv. Er hat in mehr als dreißig Jahren mit vielen namhaften und legendären Jazzern wie Alex Schlippenbach, Evan Parker, Rudi Mahall, Albert Mangelsdorff, Gerd Dudek, Paul Lovens u.v.a. in ganz Europa, Mittel- und Südamerika oder Kanada konzertiert und dabei einen unverwechselbaren Sound entwickelt.

 

 

 

Andreas Willers (* 1957, Rendsburg), der in Bluesbands wie der Charly Schreckschuss Band und in Avantgarde-Gruppen begonnen hatte, studierte zunächst 1979/1980 am Guitar Institute of Technology in Los Angeles, um seine Studien an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Harry Pepl und in Meisterkursen in Banff bei John Abercrombie fortzusetzen. Bei Free Music Production legte er ein Soloalbum Hier & als Auch vor, und begann im Duo mit dem Bläser Gebhard Ullmann zu arbeiten. Er zog 1983 nach Berlin, wo er mit Ullmann, Martin Lillich und Niko Schäuble das Quartett Out to Lunch gründete. 1987 spielten Willers und Ullmann als Minimal Kids mit Trilok Gurtu, später traten sie mit Steve Argüelles auf und nahmen mit Bob Stewart und Marvin Smitty Smith auf. Sein Trio Blue Collar hat er mit Claudio Puntin zum Quartett und mit Matthias Schubert und Dominique Pifarély zum Quintett (und auch zum Oktett) erweitert. Außerdem spielt er im Quartett mit Paul Bley und Yves Robert. Mitte der 1990er spielte Willers im Theo Jörgensmann/Petras Vyšniauskas Quintet mit Kent Carter und Klaus Kugel. Willers arbeitete im weiteren mit Gerry Hemingway, Hans Lüdemann, David Murray, Marc Ducret, Bobby Previte, Uwe Kropinski, u.a.

 

Der Schlagzeuger Willi Kellers (* 1950 in Münster als Wilhelm Heinrich Kellers) studierte Musik an den Hochschulen Münster und Detmold. Anschließend war er als Theaterkomponist für die Bühnen in Bochum, Köln, Hamburg, Basel und Wien tätig. Seit 1980 trat er im Duo mit Peter Brötzmann auf. Es folgten Projekte mit Achim Knispel, mit einer eigenen Workshop Band, in Formationen mit Frank Wright, Harry Miller, Willem Breuker und Brötzmann. Ab der Mitte der 1980er Jahre arbeitete er mit Fred Frith, Tony Oxley und Phil Minton. 1989 spielte er im Quartett mit Manfred Schoof, Jay Oliver und Brötzmann. Ab 1990 arbeitete er auch im Trio mit Keith und Julie Tippetts, sowie mit Ernst-Ludwig Petrowsky und Barre Phillips, aber auch mit Manfred Hering und mit Borah Bergman zusammen. Aktuell spielt er mit  Ruf der Heimat, im Trio Boom Box mit Borgmann und Akira Andō sowie mit Abdourahmane Diop. Seit 2017 spielt Kellers im Kollektiv "N", einem Ensemble dem Susanne Wegener, Theo Jörgensmann, Heinz-Erich Gödecke, Akira Ando, Jens Tolksdorf und Peter Ortmann angehören.

 


während der festivaltage:

live-actionpainting von Jorgo Schäfer

 

"Jorgo Schäfer ist Maler und Cartoonist, und er liebt Jazz – am meisten die freie, offene Form. Die Nähe zu dieser Musik ist gewachsen über Jahrzehnte, sie wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zu Peter Kowald (gest. 2002), dem Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Er skizziert, er zeichnet, er malt, während die Musiker auf der Bühne spielen und improvisieren. Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen." (Dr.Hermann Ühlein)

>> www.jorgo-art.de


 

1. festivaltag fr., 1. oktober '21, 19:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

Duos & Quartett:

ANKER / HEMINGWAY & TURNER / DONEDA:

Lotte Anker – saxophon

Gerry Hemingway - schlagzeug

Roger Turner – schlagzeug

Michel Doneda – saxophon

 

Lotte Anker (* 1958 in Kopenhagen) studierte zunächst klassisches Klavier und wechselte 1980 zum Saxophon und zum Jazz. 1980 bis 1984 studierte sie Musik an der Universität Kopenhagen und besuchte Kurse von Dave Liebman, Marilyn Mazur, John Tchicai und David Murray. Außerdem besuchte sie Kompositionsklassen bei Bob Brookmeyer und bei dänischen Komponisten. Sie spielte unter anderem in verschiedenen Gruppen von Marilyn Mazur sowie mit Peter Brötzmann, Marc Ducret, Tim Berne und Andrew Cyrille. Ihre erste Aufnahme machte sie mit der Primi Band 1985. Daneben arbeitete sie für Theater- und Tanzprojekte. 1988 gründete sie ein eigenes Quartett mit dem Pianisten Matte Petersen, zu dem 1992 der Trompeter Nils Petter Molvær stieß („Being“ 1993). 1995 war sie Mitglied des Free-Jazz-Trios „Anker-Friis-Poulsen“ mit dem Gitarristen Hasse Poulsen und dem Bassisten Peter Friis-Nielsen. 1996 gründete sie mit dem Posaunisten Ture Larsen das zwölfköpfige „Copenhagen Art Ensemble“, mit dem sie auch Neue Musik spielt und unter anderem Django Bates und Tim Berne begleitete. Außer in Kopenhagen spielte sie viel in New York. 1997 begann ihre Zusammenarbeit mit der Pianistin Marilyn Crispell im Trio, Duo und Quartett. 2003 gründete sie ein weiteres Trio mit dem Pianisten Craig Taborn und dem Schlagzeuger Gerald Cleaver. Anker spielte außerdem in verschiedenen Formationen mit Musikern wie Fred Frith, Ikue Mori, Johannes Bauer und Paul Lovens, lehrt Komposition, Arrangement und Improvisation in Kopenhagen am Rytmisk Musikkonservatorium und gibt Workshops.

 

Gerry Hemingway (* 23. März 1955 in New Haven, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Hemingway studierte am Wesleyan College und an der Yale University. Mitte der 1970er begann er in New Haven, mit dem Posaunisten George Lewis, dem Pianisten Anthony Davis und dem Trompeter Wadada Leo Smith zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit Mark Helias und Ray Anderson bildete er eine Workingband, nahm aber 1974 auch seine Platte Soloworks auf, die frühzeitig seinen fortgeschrittenen Umgang mit ausgefeilter Perkussionstechnik und Timing dokumentierte. Hemingway arbeitete auch mit Marilyn Crispell im Duo und mit dieser und Anthony Braxton im Quartett. Seit langen Jahren hat er ein Trio mit dem Pianisten Georg Gräwe und dem Cellisten Ernst Reijseger, sowie ein Quintett mit Reijseger, Wolter Wierbos, Michael Moore und Mark Dresser; auch spielt er regelmäßig in Projekten von Frank Gratkowski wie Double Blues Crossing und von Judi Silvano. Daneben arbeitet er in Duos, z. B. mit Thomas Lehn, Earl Howard oder John Butcher. Weiterhin kam es zur Zusammenarbeit mit Derek Bailey, Oliver Lake, Kenny Wheeler, Cecil Taylor, Don Byron, Rozanne Levine, John Cale, Céline Rudolph, Terrence McManus und Hank Roberts.

 

Roger Turner (* 1946 in Whitstable bei Canterbury) ist ein britischer Schlagzeuger des Modern Jazz und der neuen Improvisationsmusik. Turner, der an der Sussex University studierte, hatte seinen ersten Auftritt als professioneller Jazzmusiker 1966 mit Chris Biscoe in Brighton. 1968 ging er nach London, wo er Mitglied der ghanaischen Perkussionsgruppe Mask wurde. Daneben tourte er mit dem experimentellen Ritual Theatre. 1979 spielte er mit dem Saxophonisten Gary Todd das Album Sunday Best ein. Im gleichen Jahr nahm er mit John Russell und Toshinori Kondō das Album Artless Sky auf. 1984 bis 1985 besuchte er Kurse an Alan Silvas Schule in Paris. Zur gleichen Zeit arbeitete er mit experimentellen Rockgruppen und mit Sängerinnen und Sängern wie Annette Peacock, Phil Minton und Vanessa Mackness. Weiterhin war er musikalischer Partner von Toshinori Kondō, Derek Bailey, Dorothea Schürch, Evan Parker, Cecil Taylor und Otomo Yoshihide und trat mit Gruppen wie dem Phil Minton Quartet (mit Veryan Weston und John Butcher), den Recedents (mit Lol Coxhill und Mike Cooper) und In the Tradition (mit Alan Silva und Johannes Bauer), in Duos mit John Russell und Phil Minton und verschiedenen Gruppen Martin Klappers auf. Gemeinsam mit Tim Hodgkinson und Thomas Lehn bildet er seit 1997 das Improvisationstrio Konk Pack, mit dem er bisher drei Alben vorlegte und 2001 durch Nordamerika tourte.

 

Michel Doneda (* 1954 in Brive-la-Gaillarde) begann seine Musikerkarriere im Alter von 15 Jahren, als er mit lokalen Bands spielte. Zu Beginn der 1980er Jahre gründete er in Toulouse das Saxophon-Trio Hic et Nunc mit Didier Masmalet und Steve Robins, arbeitete in Marseille mit der Formation GRIM und mit Louis Sclavis. Später spielte er auf dem Festival von Chantenay-Villedieu und arbeitete mit der Musiker-Kooperative Nato zusammen, außerdem spielte er in dieser Zeit mit Musikern wie Fred Van Hove, John Zorn, Lol Coxhill, Raymond Boni, Phil Wachsmann, Ravi Prasad, Joëlle Léandre und anderen. Im Jahr 1986 wurde er Mitglied eines Trios mit Daunik Lazro am Baritonsaxophon und Lê Quan Ninh als Schlagzeuger und nahm erste Alben unter eigenem Namen auf. Ende der 1980er Jahre arbeitete er auch im Trio mit Alain Joule und Barre Phillips sowie mit Dominique Regef und Elvin Jones sowie in unterschiedlichen Formationen mit Beñat Achiary. Im Jahr 1993 reiste er in den Gabun, wo er die dortige afrikanische Musik erforschte; nach seiner Rückkehr spielte er u. a. mit Elliott Sharp und Jin Hi Kim. 1994 nahm er ein Album für das damalige Freejazz-Label FMP auf, Open Paper Tree. 1998 entstand das Soloalbum Anatomie Des Clefs. Im Jahr 2007 spielte er in Paris gemeinsam mit dem Tenorsaxophonisten Mats Gustafsson und der Gruppe Sonic Youth. Er arbeitet häufig im Trio John Russell und Roger Turner.

 

 

 

 

BABY SOMMER TRIO:

Oliver Schwerdt - klavier

Barry Guy - bass

Baby Sommer - schlagzeug

 

Oliver Schwerdt (* 1979, Eisenach) ist Musikwissenschaftler und Musiker (Piano, Perkussion) im Bereich der Neuen Improvisationsmusik. Seit 1999 hat Schwerdt als künstlerischer Leiter des EUPHORIUM_freakestra, einem Projektensemble zwischen zeitgenössischer Improvisation, Jazz, Neuer Musik und Theater mit Günter Sommer, Friedrich Schenker, Rudi Mahall, Paul Rutherford, Ernst-Ludwig Petrowsky, Frank Möbus, Wadada Leo Smith, Axel Dörner, Barre Phillips, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Paul Lovens, Sven-Åke Johansson, Ulrich Gumpert, Manfred Hering, Dietmar Diesner, Roger Turner und anderen zusammengearbeitet. Schwerdt erhielt für seine Leistung als Pianist und Ensembleleiter im Jahr 2006 das Leipziger Jazz-Nachwuchsstipendium der Marion-Ermer-Stiftung. Auf den 33. Leipziger Jazztagen 2009 trat er mit dem Projekt Transatlantic Freedom Suite Tentets im Opernhaus Leipzig auf. Aus dem Projektensemble heraus entwickelte sich das Quartett ember mit Urs Leimgruber, Alexander Schubert und Christian Lillinger. Mit Lillinger und Petrowsky arbeitete er auch im New Old Luten Trio. Mit Schubert und Friedrich Kettlitz betreibt Schwerdt das elektrifizierte Noise-Ensemble trnn.

 

Der Kontrabassist und Komponist Barry John Guy (* 1947 in London) gilt als eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der englischen Musik-Avantgarde, arbeitet aber auch mit Christopher HogwoodsAcademy of Ancient Music, dem London Bach Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields, dem New Philharmonia Orchestra und der London Sinfonietta zusammen. Guy spielte mit John Stevens und Trevor Watts im Spontaneous Music Ensemble, im Trio des Pianisten Howard Riley, Gruppen von T. Watts, von Tony Oxley, im Duo mit Peter Kowald, mit Derek Bailey und Paul Rutherford im Trio Iskra 1903 und im London Jazz Composers Orchestra.  Er ist seit 1980 Mitglied des Trios Parker-Guy-Lytton, bildet mit Parker, Eddie Prévost und Keith Rowe die Gruppe ’’Supersession’’ und gehört auch zum von Parker 1992 gegründeten Electro-Acoustic Ensemble. Weiterhin spielt er u.a. im Duo mit Parker und tritt in Trios mit Marilyn Crispell und Paul Lytton oder mit Jacques Demierre und Lucas Niggli sowie mit Agustí Fernández und Ramón López auf. In seinem 1998 gegründeten New Orchestra spielt er mit der Pianistin Marilyn Crispell, den Saxophonisten Evan Parker, Mats Gustafsson und Hans Koch, den Blechbläsern Hannes Bauer, Herb Robertson, Per Åke Holmlander und den Perkussionisten Paul Lytton und Raymond Strid zusammen. Seit 1988 hat Guy mit seiner Frau, der schweizerischen Barockviolinistin Maya Homburger, gemeinsam in barocken Kammermusikkonzerten musiziert; die beiden haben ferner das CD-Label Maya Recordings gegründet und treten zunehmend in genreüberschreitenden Konzerten auf, in denen sowohl Barockmusik als auch Improvisationen zu hören sind.

 

Der Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer (* 1943 in Dresden) zählt zu den Free-Jazz-Musikern der ersten Generation in Europa. Nach ersten Erfahrungen in Amateurgruppen während seines Studiums gehörte Sommer ab 1965 der Klaus Lenz-Big Band und ab 1966 dem Friedhelm-Schönfeld-Trio, dem Manfred Ludwig Sextett, 1971 der Jazzrock-Gruppe SOK und anschließend der Gruppe Synopsis an. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Seine Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.

Hörbeispiel: Baby Sommer Trio "Interflug-Intershop"

 

 
 

FULL BLAST:

Peter Brötzmann - sax

Marino Pliakas - bass

Michael Wertmüller - drums

Peter Brötzmann (* 1941 in Remscheid, D) ist einer der einflussreichsten Musiker des europäischen Free Jazz. Das Saxophonspielen brachte er sich selbst bei. "Eine brutale Gesellschaft provoziert natürlich eine brutale Musik", erklärte Brötzmann und kreierte einen bis dahin ungehörten brachialen Sound. Was die Haltung betrifft, gab es mit den Punks in den Siebzigern eine große Ähnlichkeit, weshalb er von diesen auch als „einer der ersten Punks“ bezeichnet wird. 1961 gründete er mit Peter Kowald und Dietrich Rauschtenberger ein Trio. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Globe Unity Orchestra. Seit Ende der 1960er arbeitete er mehrere Jahre im Trio mit Fred Van Hove und Han Bennink. Brötzmann ist einer der Gründer des Plattenlabels Free Music Production in Berlin. Bis in die 1980er Jahre trat er regelmäßig beim Total Music Meeting auf; seit Beginn der 1980er Jahre ist er regelmäßig in den USA und Japan präsent. 1986 wurde er neben Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson Mitglied von Bill Laswells Jazznoisegruppe Last Exit, mit der er mehrere Alben einspielte. Mit Ken Vandermark aus Chicago und dem Schweden Mats Gustafsson als Kerngruppe seines Chicago Tentetts spielt er seit 2002 im Generationen übergreifenden Trio Sonore. 2004 formiert sich Brötzmann mit Michael Wertmüller und Marino Pliakas zum Trio Full Blast.

Marino Pliakas (* 1964 in Trogen, CH) ist ein griechisch-schweizerischer Musiker (Gitarre, E-Bass) und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Pliakas studierte von 1984 bis 1988 klassische Gitarre am Konservatorium Zürich. 1995 gründete er mit Dominik Blum und Lucas Niggli das bis heute bestehende „Hammond-Avantcore-Trio“ Steamboat Switzerland. Auch spielt er im Trio Full Blast mit Peter Brötzmann und Michael Wertmüller. Weiterhin aktiv war er im Improvisationsquartett Die Firma und mit Stephan Wittwer (im Duo und im Trio mit Michael Wertmüller). Daneben ist er auch mit Caspar Brötzmann, John Cale, Nels Cline, Holger Czukay, Jacques Demierre, Robert Dick, Fred Lonberg-Holm, Steve Noble, Norbert Möslang, Jim O’Rourke, Ken Vandermark, Trevor Watts und Kenny Wollesen aufgetreten. Er konzertierte in vielen Ländern Europas, in Ägypten, Südafrika, Mosambik, Israel, China, Japan, Nordamerika und Brasilien. Von 1998 bis 2003 war er Präsident der Zürcher Sektion der International Society for Contemporary Music.

 

Der 1966 in Thun (Schweiz) geborene Komponist und Schlagzeuger Michael Wertmüller absolvierte seine Ausbildung an der Swiss Jazz School, an der Hochschule der Künste Bern und am Sweelinck-Konservatorium Amsterdam. Von 1995 bis 1999 war er Schüler von Dieter Schnebel an der Universität der Künste Berlin. Wertmüller war als Schlagzeuger Mitglied im Berner Sinfonieorchester sowie Gast beim Concertgebouw Orkest Amsterdam, komponierte für Christoph Schlingensief sowie das Theater Köln, das Schauspiel Stuttgart und das Schauspielhaus Zürich. Die Oper „Anschlag“ wurde 2013 beim Lucerne Festival uraufgeführt, die Oper „weine nicht, singe“ 2015 in der Hamburgischen Staatsoper, die komische Oper „Valentin“ 2017 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit 2005 ist er Gastdozent an der Humboldt Universität zu Berlin, der Akademie der Künste und an der Universität der Künste, Berlin. In den letzten 25 Jahren führten ihn hunderte Konzerte mit der Band Alboth, dem Trio Full Blast und diversen anderen Formationen weltweit zu Tourneen und Festivals.

 

 

2. festivaltag sa., 2. oktober '21, 18:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

FREEJAZZSAAR ORCHESTER:

The New Thing in Saarbrooklyn!

Elodie Brochier– stimme, Claudia Hahn– flöte, Daniel Schmitz– trompete, Geoffroy Mueller– trompete, stimme, Christof Thewes– posaune, Michael Hupperts- posaune, tuba, Hartmut Oßwald– saxophon, Martin Schmiddi Schmidt– mandoline, Julien Blondel– cello, Johannes Schmitz-  gitarre, Stefan Scheib– contrabass, Ben Lehmann– contrabass, Pascal Zimmer– elektronik, Daniel Prätzlich– schlagzeug, Marius Buck- gongs, cymbals, sounds, Martial Frentzel- schlagzeug
 

FreeJazzSaar Orchester, first session, live im BuckBlech, 7. 3. 2020

 

 

THE WORKERS:

Urs Leimgruber  -  sax

Omri Ziegele -   sax, voice

Christian Weber - bass

Alex Huber- drums

Der Saxophonist Urs Leimgruber (* 1952 in Luzern) lebte von 1988 bis 2005 in Paris, seitdem wieder in seiner Heimatstadt Luzern. Seine Tätigkeitsgebiete sind Improvisation, Jazz und Neue Musik. 1972 gründete er mit dem Gitarristen Christy Doran, dem Schlagzeuger Fredy Studer und dem Kontrabassisten Bobby Burri das Luzerner Rockjazz-Quartett OM. Anschliessend spielte er bis 1987 im Quartett Reflexionen mit Don Friedman, Burri und Joël Allouche und bis 1989 im Duo mit John Wolf Brennan. Mit Joëlle Léandre am Kontrabass, Marilyn Crispell am Klavier und Fritz Hauser am Schlagzeug bildet er das Quartet Noir. In den 90er Jahren arbeitete er mit Fritz Hauser im Duo, in den 2010er Jahren mit Roger Turner und Axel Hubert. Das Improvisationsquartett ember zeigt Leimgruber im Zusammenspiel mit zentralen Akteuren der vierten Generation zeitgenössisch improvisierter Musik wie Oliver Schwerdt, Alexander Schubert und Christian Lillinger. Eine besonders lange und intensive Zusammenarbeitet verbindet ihn im Trio mit Barre Phillips und Jacques Demierre. 2003 wurde er mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern ausgezeichnet.

 

Omri Ziegele (* 1959 in Rehovot, Israel) wuchs nach der frühen Kindheit in einem Kibbuz in Zürich auf und spielte zunächst Klarinette. Auf der Kantonsschule Rämibühl entdeckte er den Jazz und das Saxophon, mit dem er sich autodidaktisch beschäftigte. Nach dem Maturat verbrachte er einige Zeit in London, bevor er in Boston am Berklee College of Music studierte, wo ihn Bob Mover und Chris Biscoe beeinflussten. Er leitete eigene Bands, spielte auch im Alternativ-Zirkus Federlos und schuf Theatermusiken. Mittelpunkt von Ziegeles Schaffen ist seit 1996 das Oktett Billiger Bauer, mit der er regelmäßig in der Werkstatt für Improvisierte Musik in Zürich in ungewöhnlicher Besetzung auftritt. Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet er mit Irène Schweizer, zunächst im Duo, später dann erweitert um den südafrikanischen Schlagzeuger Makaya Ntshoko; Daneben spielt er im Schweizer Holz Trio mit Urs Leimgruber und Hans Koch, Trio Noisy Minority, der Band Brother Hood, im Duo mit Yves Theiler in Kollaborationen mit der Performerin Dorothea Rust u.v.a. Projekten.

 

 

 

Christian Weber (* 1972 in Zürich) begann 1990 Kontrabass zu spielen, studierte in Graz, Linz und Wien, lebt heute in Zürich und spielt in diversen Projekten wie: WAL mit Joke Lanz (turntables) und Bruno Amstad (voc), die Trios mit Chris Wiesendanger (p) und Dieter Ulrich beziehungsweise Claudia Ulla Binder (p) und Dieter Ulrich sowie „WWW“ mit Michel Wintsch (p) und Christian Wolfarth (dr) und „Mersault“ mit Tomas Korber (guit/ elec) und Christian Wolfarth. Weber, der auch das Sekretariat der Werkstatt für improvisierte Musik (WIM) Zürich von 2000 bis 2006 leitete, hat schon mit vielen Musikern der europäischen Improvisations-Szene wie Peter Kowald, Irène Schweizer, Werner Lüdi, Lol Coxhill, Wolfgang Reisinger, Stephan Wittwer, Nils Wogram, Phil Minton, Wolfgang Puschnig, Julian Argüelles, Michael Griener, Johannes Bauer, Evan Parker oder Michael Thieke zusammengespielt. Weiterhin trat er mit Charles Gayle, Robert Dick, Tom Varner, Joachim Kühn, Otomo Yoshihide, Elliott Sharp, Simon Nabatov, John Butcher oder Lina Allemano auf.

 

 

Alex Huber (* 1982 in Zug) ist Schlagzeuger, Komponist und Improvisator. Er gibt Solokonzerte, arbeitet mit verschiedenen Duos wie mit der irischen Sängerin Lauren Kinsella oder dem Saxophonisten Urs Leimgruber oder dem Quartet The Workers mit Omri Ziegele, Urs Leimgruber und Christian Weber und ist Bandleader des Quartetts Chimaira mit Philipp Gropper, John Schröder und Oliver Potratz. Als Sideman arbeitet er u.a. mit Tristan Honsinger, Hans Hassler, Achim Kaufmann, Tobias Delius, Colin Vallon. Er ist Mitbegründer des Schweizer Labels Wide Ear Records und Vorstandsmitglied in der WIM Zürich, einem Verein, welcher seit über 35 Jahren improvisierte Konzerte in Zürich veranstaltet. Seit mehreren Jahren ist er zudem als Toningenieur tätig und ein engagierter Instrumentallehrer mit jahrelanger Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Ensembles und Erwachsenen.

 

 

 

HUMANIZATION QUARTET:

Luis Lopes – e-gitarre

Rodrigo Amado – tenor saxophon

Aaron Gonzalez – bass t.b.c.

Stefan Gonzalez – schlagzeug t.b.c.

Der aus einem Rock/Punk und Blues Hintergrund kommende Luis Lopes (* 1971, Lissabon) absolvierte ein Jazzstudium an der Escola de Jazz do Barreiro in Lissabon. Der Saxophonist Joe Giardullo führte ihn danach in die Welt der improvisierten und experimentellen Musik ein, in die Lopes von nun seine Energien und kompositorischen Fähigkeiten einbrachte und seine Faszination für Noise Musik, Distortions und Gitarrenfeedbacks integrierte. Im Freejazzkontext bekannt geworden ist er v.a. durch sein Humanization 4tett (mit Rodrigo Amado am Tenorsax), das Lisbon Berlin Trio (mit Christian Lillinger u. Robert Landfermann), seine Zusammenarbeit mit Musikern wie Alfred Hart, Daniel Carter, Jeb Bishop, Josh Abrams, Jean-Luc Guionnet, Samuel Blaser, Fred Lomberg-Holm und Evan Parker sowie durch seine gefeierten Solokonzerte auf wichtigen Festivals in Europa und den USA.

 

Rodrigo Amado (* 1964, Lissabon) begann mit 17 Jahren Saxophon zu lernen. 2001 gründete er mit den Brüdern Pedro und Carlos Costa das Independent-Label Clean Feed Records, das sich der zeitgenössischen Jazz- und Improvisationsmusik widmet. 2005 verließ Amado das Unternehmen und gründete sein eigenes Label European Echoes, auf dem vorrangig seine eigenen Produktionen erschienen. Daneben betätigt er sich als freischaffender Fotograf und als Autor für die Tageszeitung Público. Er leitet die Bandprojekte Lisbon Improvisation Players, das Motion Trio (mit Miguel Mira und Gabriel Ferrandini),  The Attic (mit Gonçalo Almeida und Onno Govaert) und das Rodrigo Amado Quartett (mit Joe McPhee, Kent Kessler und Chris Corsano).

 

 

 

Aaron Gonzalez (* 1980 in Dallas, Texas) begann im Alter von 10 Jahren Kontrabass in klassischer Tradition zu spielen. In seinem letzten Jahr an der High School gründete er die Bands Akkolyte, ein extremes und zunehmend experimentelles Grindcore-Duo mit seinem Bruder Stefan, und Yells At Eels, ein vielseitiges und energiegeladenes Free-Jazz-Trio (oft ergänzt durch andere Spieler) unter der Leitung von Vater Dennis und auch mit Stefan am Schlagzeug. Yells At Eels hat u.a. zusammengearbeitet mit Tim Green, Louis Moholo-Moholo, Alvin Fielder, Famoudou Don Moye, Wojtek Mazolewski, Ingebrigt Håker-'Flaten und Rodrigo Amado. Mit seinem Bruder Stefan war er in Unconscious Collective, einer Gruppe, die eine strenge Herangehensweise an progressiven und psychedelischen Rock mit Aspekten der Jazzimprovisation und einer theatralischen, rituellen und körperlich einnehmenden Bühnenshow kombinierte. Aaron war außerdem Mitglied im daistischen Avantgarde-Musikkollektiv MFM, der Noise-Band Aphonic Curtains und der psychedelischen Industrialband Festive Death. In den letzten Jahren hat er auch seine experimentellen Fähigkeiten im Bereich der Gesangsdarbietung weiterentwickelt. Er trat solo unter dem Namen Deflowered Electric Flesh Bride auf, leitete das groß angelegte elektroakustische Improvisationsensemble Age Of Disinformation und trat in der Performancegruppe Asukubus auf.

Stefan Gonzalez (* 1986) ist ein Schlagzeuger, Percussionist und Sänger aus Dallas, TX. Er ist bekannt für seine Arbeit mit seinen Familienbands Yells at Eels (mit Bruder Aaron Gonzalez und Vater Dennis Gonzalez) und Akkolyte (wieder mit seinem Bruder), tritt aber auch regelmäßig in Europa mit Ingebrigt Haker Flatens Supergruppe The Young Mothers mit Sitz in Texas auf.  Derzeit tritt er solo unter dem Namen Orgullo Primitivo auf und spielt auch mit dem Dallas Industrial Noise Trio Mother II. Gonzalez ist bestrebt, ständig musikalische Grenzen zu überschreiten und die Grenzen des Genres zu verwischen, indem er in vielen extremen Genres und Subgenres von Hardcore-Punk über Industrial, Black Metal und Grindcore bis hin zu Improvisationsmusik, Jazz und Ambient-Musik experimentiert. Im Ochre House Theatre in Dallas spielt er oft Live-Soundtracks für Theaterstücke und Musicals. Zu den früheren Gruppen, Mitarbeitern und Aufnahmeprojekten gehören Unconscious Collective, Asukubus, Jandek, Mike Watt, Curtis Clark Trio, Ariel Pink With Added Pizzazz , das Renegade Spirits Ensemble mit Famoudou Don Moye, Aram Shelton, Damon Smith und Tom Carter, Louis Moholo-Moholo, German Bringas, Remi Alvarez, Arturo Baez, Cojoba und viele mehr.


 

DIGITAL PRIMITIVES: t.b.c.

Cooper-Moore - diddley-bow, perc, fl, ashimba, mouth bow, hoe-handle harp

Assif Tsahar - ts, bcl

Chad Taylor - drums

Cooper-Moore (* 1946 in Virginia als Gene Y. Ashton) ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist des Free Jazz und der Neuen Improvisationsmusik sowie Musikpädagoge und Instrumentenbauer. Er begann mit acht Jahren Klavier zu lernen und spielte zunächst Kirchenmusik. Unter dem Einfluss der Musik von Thelonious Monk, Charles Mingus oder Ornette Coleman beschäftigte er sich mit Improvisationsmusik. 1970 gründete er mit dem Saxophonisten David S. Ware und dem Schlagzeuger Marc Edwards das Trio Apogee. Gegenwärtig arbeitet er mit einem Trio aus Tom Abbs und Chad Taylor namens Triptych Myth. Eine weitere Formation unter seiner Leitung ist das Trio Digital Primitives, zu dem Chad Taylor und Assif Tsahar gehören. Er arbeitet außerdem in Bill Coles Untempered Ensemble, mit Steve Swell, Susie Ibarra und William Parker, u. a. trat er mit Parkers Jeanne Lee Project auf dem New Yorker Vision Festival 2003 auf. Für das Avantgarde-Label AUM Fidelity nahm er mehrere Alben auf.

 

 

Assif Tsahar (* 1969 in Tel Aviv) begann im Alter von vierzehn Jahren Gitarre zu spielen und wechselte siebzehnjährig zum Saxophon, später kam noch die Bassklarinette dazu. 1990 kam er nach New York, wo er bald zur musikalischen Szene um Cecil Taylor, Butch Morris, William Parker und Susie Ibarra gehörte. Mit Patricia Parker, der Frau von William Parker, gründete er das alternative Vision Festival, 1999 außerdem das Plattenlabel Hopscotch Records. Neben der Arbeit im Trio mit William Parker und Susie Ibarra bildete er ein Trio mit Peter Kowald und Rashied Ali. Daneben trat er in Gruppen von Cecil Taylor und Butch Morris auf und arbeitete u. a. mit Gunda Gottschalk, Umberto Petrin, Ken Vandermark und Kent Kessler. Auf einer Europatournee 2003 war er mit Mat Maneri und Jim Black zu hören.

 

 

 

Chad Taylor (* 1973 in Tempe, Arizona) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Bandleader im Bereich des Creative Jazz und improvisierter Musik. Taylor begann Anfang der 1990er Jahre in den Jazzszenen von New York und Chicago zu arbeiten. Er war mit Rob Mazurek and Jeff Parker Mitbegründer des Chicago Underground Orchestra, spielte bei Triptych Myth von Cooper-Moore und in Digital Primitives mit Assif Tsahar. Er gehörte Marc Ribots Spiritual Unity Projekt an, spielte außerdem mit Pharoah Sanders, Roscoe Mitchell, John Zorn, Evan Parker, Ellery Eskelin, Tony Malaby, Nicole Mitchell, Henry Grimes, Marc Ribot, Avram Fefer und Craig Taborn. 2008 legte Taylor sein Debütalbum Circle Down (482 Music) vor, das er im Trio mit dem Bassisten Chris Lightcap und der Pianistin Angelica Sanchez einspielte. Er lebt gegenwärtig in Jersey City, wo er mit seiner Band Circle Down auftritt.

 

 

epilog so., 3. oktober '21, 11:00 uhr:

café bar zing, rotenbergstraße 37

 

JAM-SESSIONS mit Festivalmusikern

Workshopband-Abschlußkonzert