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„Mankind's first musical performance
 
couldn't have been anything other than a
 
free improvisation.“

-- Derek Bailey, improvising guitarist, 1930 – 2005

            


 

6. freejazzfestival saarbrücken, 1. bis 5. april 2020:

 

drum summit - Schwerpunkt besondere & stilprägende Freejazzdrummer

 
 
prolog, mi., 1. april '19, 19:00 uhr:

 

kino 8 1/2

 

 

- Konzert: 

3DOMFACTOR:

Barry Altschul - schlagzeug

Jon Irabagon - saxophon

Joe Fonda - bass

 

Der Schlagzeuger Barry Altschul (* 1943, New York City) trat ab 1964 regelmäßig im Trio Paul Bley auf. 1969 gründete er mit Chick Corea, Dave Holland und Anthony Braxton die Gruppe Circle. 1972 nahm er mit Anthony Braxton und Sam Rivers unter Leitung von Dave Holland das Album Conference of the Birds auf. Daneben arbeitete er auch mit Paul Bley, Alan Silva und Andrew Hill, sowie Lee Konitz und Tony Scott. In den 1980er Jahren arbeitete Altschul als Bandleader im Trio mit Ray Anderson und Mark Helias, außerdem als Sideman mit Simon Nabatov, Pepper Adams und Kenny Drew. Zwischen 1984 und 1993 lebte Altschul in Paris, wo er eine Bigband leitete. Dann lehrte er am Sarah Lawrence College. Während der 2000er Jahre trat er mit dem FAB Trio (mit Joe Fonda und Billy Bang) auch in Europa auf. Daneben arbeitete er mit Adam Lane und Roswell Rudds Trombone Tribe.

 

 

Der Saxophonist Jon Irabagon (* 1979, USA) wurde Mitte der 2000er Jahre als Improvisationsmusiker bekannt durch seine Mitwirkung im Quartett Mostly Other People Do the Killing (mit Peter Evans, Kevin Shea, Moppa Elliott), im Mary Halvorson Quintett, Septett und Octett, im Dave Douglas Quintett und Barry Altschul’s 3Dom Factor. Irabagon spielte auch mit bekannten Musikern wie John Abercrombie, Wynton Marsalis, Herbie Hancock, Billy Joel, Kenny Barron, Lou Reed, Jah Wobble, Bill Laswell, Tom Rainey und Evan Parker.

 

 

 

 

 

Der Bassist Joe Fonda (* 1954 in Amsterdam/New York) war von 1979 bis 1985 Mitglied von Wadada Leo Smiths Creative Musicians’ Improvisers Forum and Orchestra und von 1984 bis 1999 Mitglied verschiedener Bands von Anthony Braxton. Mit Barry Altschul und Billy Bang gründete er das FAB Trio. Als Sideman trat Fonda u. a. mit Archie Shepp, Perry Robinson, Dave Douglas, Curtis Fuller, Marion Brown und Bill Dixon auf.

 

 

 

- Dokumentarfilm:

„SUNNY´S TIME NOW.

A portrait of jazz drummer and composer Sunny Murray“,

Luxembourg 2008, 108 min., English/French/German, OmU

 

Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit Leben und Werk des Avantgarde-Schlagzeugers Sunny Murray, einer der einflussreichsten Figuren der Free Jazz-Revolution (* 21.9. 1936 in Idabel, Oklahoma als James Marcellus Arthur Murray; † 7.12. 2017 in Paris).  In einer Reihe von Interviews mit Zeitzeugen sowie historischem und zeitgenössischem Konzertmaterial wird das Verhältnis zwischen der libertären Musikbewegung und den politischen Ereignissen der 1960er Jahre neu bewertet, deren gesellschaftliche Ansprüche sie so eindringlich widerspiegelte. Es wird auch erzählt, wie die radikalsten Formen des musikalischen Ausdrucks von allen wichtigen Produktions- und Vertriebsnetzwerken ausgeschlossen wurden, als das libertäre Ideal aus der Mode kam. Über seinen historischen Ansatz hinaus folgt der Film Sunny Murray auf aktuellen Konzerten und zeigt seinen täglichen Kampf, ein Musikgenre zu etablieren, das von der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend ignoriert wird.
„Leben und Jazz als ewige Herausforderung, ständige Probe, unterbrochene Wiederholung: das ist die philosophische Botschaft dieses Films, um seiner eher optischen Überzeugung, dass kreatives Abenteuer immer Vorrang hat, entgegenzutreten.“ (Brian Morton, The Wire, January 2010)

 

Publikumsgespräch mit dem Regisseur Antoine Prum

Antoine Prum (*1963, Luxembourg) lebt als Künstler und Filmemacher in Berlin. Er wurde 1990 mit dem Luxemburger Prix d’Encouragement aux Jeunes Artistes ausgezeichnet und erhielt verschiedene Stipendien. Seine Installationen sind seit 1994 in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Japan und Australien zu sehen. 2005 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Filme: 2004 Tour de Force - Documentary on the World’s Strongest Man on tour in Russia, 2005 Mondo Veneziano, 2014 Taking the Dog for a Walk - Conversations with British Improvisers, 2017 Blue for a Moment - Sven-Åke Johansson in a film by Antoine Prum.


 

 

auftakt, do., 2. april '19, 19:00 uhr:

 

stiftung demokratie saarland

 

 

- Ulrich Stock:

 

Vortrag über FreeJazz

 

Der Schleswig-Holsteiner Ulrich Stock, Jahrgang 1958, schreibt als ZEIT-Reporter für alle Ressorts der Wochenzeitung. Schwerpunkte sind Musik, Alltagskultur, Medien und Reisen. Seit dem Sommer 2005 entwickelt er das multimediale Musikangebot auf ZEIT online, das für den Grimme Online Award 2006 nominiert wurde.

 


 

 

 

- HUMANIZATION QUARTET:

Luis Lopes – e-gitarre

Rodrigo Amado – tenor saxophon

Aaron Gonzalez – bass

Stefan Gonzalez – schlagzeug

 

Der aus einem Rock/Punk und Blues Hintergrund kommende Luis Lopes (* 1971, Lissabon) absolvierte ein Jazzstudium an der Escola de Jazz do Barreiro in Lissabon. Der Saxophonist Joe Giardullo führte ihn danach in die Welt der improvisierten und experimentellen Musik ein, in die Lopes von nun seine Energien und kompositorischen Fähigkeiten einbrachte und seine Faszination für Noise Musik, Distortions und Gitarrenfeedbacks integrierte. Im Freejazzkontext bekannt geworden ist er v.a. durch sein Humanization 4tett (mit Rodrigo Amado am Tenorsax), das Lisbon Berlin Trio (mit Christian Lillinger u. Robert Landfermann), seine Zusammenarbeit mit Musikern wie Alfred Hart, Daniel Carter, Jeb Bishop, Josh Abrams, Jean-Luc Guionnet, Samuel Blaser, Fred Lomberg-Holm und Evan Parker sowie durch seine gefeierten Solokonzerte auf wichtigen Festivals in Europa und den USA.

 

 

Rodrigo Amado (* 1964, Lissabon) begann mit 17 Jahren Saxophon zu lernen. 2001 gründete er mit den Brüdern Pedro und Carlos Costa das Independent-Label Clean Feed Records, das sich der zeitgenössischen Jazz- und Improvisationsmusik widmet. 2005 verließ Amado das Unternehmen und gründete sein eigenes Label European Echoes, auf dem vorrangig seine eigenen Produktionen erschienen. Daneben betätigt er sich als freischaffender Fotograf und als Autor für die Tageszeitung Público. Er leitet die Bandprojekte Lisbon Improvisation Players, das Motion Trio (mit Miguel Mira und Gabriel Ferrandini),  The Attic (mit Gonçalo Almeida und Onno Govaert) und das Rodrigo Amado Quartett (mit Joe McPhee, Kent Kessler und Chris Corsano).

 

 

 

Aaron Gonzalez (* 1980 in Dallas, Texas) begann im Alter von 10 Jahren Kontrabass in klassischer Tradition zu spielen. In seinem letzten Jahr an der High School gründete er die Bands Akkolyte, ein extremes und zunehmend experimentelles Grindcore-Duo mit seinem Bruder Stefan, und Yells At Eels, ein vielseitiges und energiegeladenes Free-Jazz-Trio (oft ergänzt durch andere Spieler) unter der Leitung von Vater Dennis und auch mit Stefan am Schlagzeug. Yells At Eels hat u.a. zusammengearbeitet mit Tim Green, Louis Moholo-Moholo, Alvin Fielder, Famoudou Don Moye, Wojtek Mazolewski, Ingebrigt Håker-'Flaten und Rodrigo Amado. Mit seinem Bruder Stefan war er in Unconscious Collective, einer Gruppe, die eine strenge Herangehensweise an progressiven und psychedelischen Rock mit Aspekten der Jazzimprovisation und einer theatralischen, rituellen und körperlich einnehmenden Bühnenshow kombinierte. Aaron war außerdem Mitglied im daistischen Avantgarde-Musikkollektiv MFM, der Noise-Band Aphonic Curtains und der psychedelischen Industrialband Festive Death. In den letzten Jahren hat er auch seine experimentellen Fähigkeiten im Bereich der Gesangsdarbietung weiterentwickelt. Er trat solo unter dem Namen Deflowered Electric Flesh Bride auf, leitete das groß angelegte elektroakustische Improvisationsensemble Age Of Disinformation und trat in der Performancegruppe Asukubus auf.

 

Stefan Gonzalez (* 1986) ist ein Schlagzeuger, Percussionist und Sänger aus Dallas, TX. Er ist bekannt für seine Arbeit mit seinen Familienbands Yells at Eels (mit Bruder Aaron Gonzalez und Vater Dennis Gonzalez) und Akkolyte (wieder mit seinem Bruder), tritt aber auch regelmäßig in Europa mit Ingebrigt Haker Flatens Supergruppe The Young Mothers mit Sitz in Texas auf.  Derzeit tritt er solo unter dem Namen Orgullo Primitivo auf und spielt auch mit dem Dallas Industrial Noise Trio Mother II. Gonzalez ist bestrebt, ständig musikalische Grenzen zu überschreiten und die Grenzen des Genres zu verwischen, indem er in vielen extremen Genres und Subgenres von Hardcore-Punk über Industrial, Black Metal und Grindcore bis hin zu Improvisationsmusik, Jazz und Ambient-Musik experimentiert. Im Ochre House Theatre in Dallas spielt er oft Live-Soundtracks für Theaterstücke und Musicals. Zu den früheren Gruppen, Mitarbeitern und Aufnahmeprojekten gehören Unconscious Collective, Asukubus, Jandek, Mike Watt, Curtis Clark Trio, Ariel Pink With Added Pizzazz , das Renegade Spirits Ensemble mit Famoudou Don Moye, Aram Shelton, Damon Smith und Tom Carter, Louis Moholo-Moholo, German Bringas, Remi Alvarez, Arturo Baez, Cojoba und viele mehr.


 

während der festivaltage:

live-actionpainting von Jorgo Schäfer

 

"Jorgo Schäfer ist Maler und Cartoonist, und er liebt Jazz – am meisten die freie, offene Form. Die Nähe zu dieser Musik ist gewachsen über Jahrzehnte, sie wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zu Peter Kowald (gest. 2002), dem Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Er skizziert, er zeichnet, er malt, während die Musiker auf der Bühne spielen und improvisieren. Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen." (Dr.Hermann Ühlein)

>> www.jorgo-art.de


 

 

1. festivaltag, fr., 3. april '19, 19:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

FREEJAZZSAAR ORCHESTER:

     The New Thing in Saarbrooklyn!

Elodie Brochier– stimme, Claudia Hahn– flöte, Daniel Schmitz– trompete, Geoffroy Mueller– trompete, stimme, Christof Thewes– posaune, Michael Hupperts- posaune, tuba, Hartmut Oßwald– saxophon, Martin Schmiddi Schmidt– mandoline, Julien Blondel– cello, Johannes Schmitz-  gitarre, Stefan Scheib– contrabass, Ben Lehmann– contrabass, Pascal Zimmer– elektronik, Daniel Prätzlich– schlagzeug, Marius Buck- gongs, cymbals, sounds, Martial Frentzel- schlagzeug
 
 

Duos & Quartett:

NISCIER / HEMINGWAY & TURNER / WARD:

Angelika Niescier – saxophon

Gerry Hemingway - schlagzeug

Roger Turner – schlagzeug

Alex Ward – klarinette, e-gitarre

 

Die Saxophonistin Angelika Niescier (* 1970 in Stettin, Polen) siedelte 1981 nach Deutschland über. 1994 bis 1998 studierte sie an der Folkwanghochschule Essen. 2000 gründete sie ihr Quartett Angelika Niescier-sublim. Seitdem bespielt sie Bühnen im In- und Ausland, produziert für Rundfunk und TV und tourte 2007 im Auftrag des Goethe-Instituts durch Zentralasien und Südkorea. Die Musikerin spielt Solo- und Duoprogramme (u. a. mit Julia Hülsmann und mit André Nendza), ist auch in anderen Jazzprojekten u. a. bei Tom Lorenz, Laia Genc, Rupert Stamm und in Ali Haurands European Jazz Ensemble zu erleben. 2010 und 2011 war sie mit ihrem German Women Jazz Orchestra auf Nahost-Tournee. Sie spielt(e) ferner mit Joachim Kühn, Ramesh Shotham, Achim Kaufmann, Tyshawn Sorey, Ulrike Haage, Soo Jung Kae, Thomas Morgan, Gerd Dudek, Hans Lüdemann, Peter Herbert und Mehdi Haddab. Niescier beschäftigt sich viel mit interdisziplinärer Zusammenarbeit (mit Literaten und bildenden Künstlern. Als Komponistin schreibt sie auch Auftragskompositionen für u. a. Theatermusik, modernes Tanztheater, Chor- und Orchesterwerke und Filmmusik. 2017 wurde Niescier mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.

 

Gerry Hemingway (* 23. März 1955 in New Haven, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Jazzschlagzeuger. Hemingway studierte am Wesleyan College und an der Yale University. Mitte der 1970er begann er in New Haven, mit dem Posaunisten George Lewis, dem Pianisten Anthony Davis und dem Trompeter Wadada Leo Smith zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit Mark Helias und Ray Anderson bildete er eine Workingband, nahm aber 1974 auch seine Platte Soloworks auf, die frühzeitig seinen fortgeschrittenen Umgang mit ausgefeilter Perkussionstechnik und Timing dokumentierte. Hemingway arbeitete auch mit Marilyn Crispell im Duo und mit dieser und Anthony Braxton im Quartett. Seit langen Jahren hat er ein Trio mit dem Pianisten Georg Gräwe und dem Cellisten Ernst Reijseger, sowie ein Quintett mit Reijseger, Wolter Wierbos, Michael Moore und Mark Dresser; auch spielt er regelmäßig in Projekten von Frank Gratkowski wie Double Blues Crossing und von Judi Silvano. Daneben arbeitet er in Duos, z. B. mit Thomas Lehn, Earl Howard oder John Butcher. Weiterhin kam es zur Zusammenarbeit mit Derek Bailey, Oliver Lake, Kenny Wheeler, Cecil Taylor, Don Byron, Rozanne Levine, John Cale, Céline Rudolph, Terrence McManus und Hank Roberts.

 

Roger Turner (* 1946 in Whitstable bei Canterbury) ist ein britischer Schlagzeuger des Modern Jazz und der neuen Improvisationsmusik. Turner, der an der Sussex University studierte, hatte seinen ersten Auftritt als professioneller Jazzmusiker 1966 mit Chris Biscoe in Brighton. 1968 ging er nach London, wo er Mitglied der ghanaischen Perkussionsgruppe Mask wurde. Daneben tourte er mit dem experimentellen Ritual Theatre. 1979 spielte er mit dem Saxophonisten Gary Todd das Album Sunday Best ein. Im gleichen Jahr nahm er mit John Russell und Toshinori Kondō das Album Artless Sky auf. 1984 bis 1985 besuchte er Kurse an Alan Silvas Schule in Paris. Zur gleichen Zeit arbeitete er mit experimentellen Rockgruppen und mit Sängerinnen und Sängern wie Annette Peacock, Phil Minton und Vanessa Mackness. Weiterhin war er musikalischer Partner von Toshinori Kondō, Derek Bailey, Dorothea Schürch, Evan Parker, Cecil Taylor und Otomo Yoshihide und trat mit Gruppen wie dem Phil Minton Quartet (mit Veryan Weston und John Butcher), den Recedents (mit Lol Coxhill und Mike Cooper) und In the Tradition (mit Alan Silva und Johannes Bauer), in Duos mit John Russell und Phil Minton und verschiedenen Gruppen Martin Klappers auf. Gemeinsam mit Tim Hodgkinson und Thomas Lehn bildet er seit 1997 das Improvisationstrio Konk Pack, mit dem er bisher drei Alben vorlegte und 2001 durch Nordamerika tourte.

 

Alex J. Ward (* 1974 in London) ist ein britischer Musiker (Klarinette, Saxophon, Gitarre) und Komponist des Avantgarde Jazz und der Neuen Improvisationsmusik. Alex Ward lernte als Kind Piano und Klarinette, studierte dann Musik an der Universität Oxford, wo die Formation The XIII Ghosts with Switch gründete. Später wurde Derek Bailey zu seinem Mentor, an dessen Alben LOcationAL (1999) und Limescale (2002) er mitwirkte. Er arbeitete mit dem London Improvisers Orchestra (Proceedings, 1999), im Duo mit dem Schlagzeuger Steve Noble (Ya Boo, Reel and Rumble 1989/90) und in der Band von Lol Coxhill (Out to Lunch, 2001/02 und Old Sights, New Sounds 2010), mit Eugene Chadbourne/Paul Lovens, Milo Fine, außerdem im Duo mit dem Schlagzeuger Roger Turner 2008.

 

 

 

 

 

ESCALATOR:

Ken Vandermark - saxophon

Mark Tokar - bass

Klaus Kugel - schlagzeug

 

 

Ken Vandermark (* 1964 in Warwick, Rhode Island, USA) ist ein US-amerikanischer Jazzsaxofonist und Klarinettist. Er lebt seit 1989 in Chicago. Vandermark spielte in seiner Jugend Trompete und wechselte dann zum Saxophon. Er studierte dann in Boston und Montreal, wo er mit eigenen Formationen arbeitete; er ließ sich dann in Chicago nieder, wo er in den 1990er Jahren vorwiegend in der dortigen Avantgarde-Szene arbeitete und zunächst mit der Noisejazz-Band The Flying Luttenbachers auftrat. Er hat mit vielen anderen Jazzmusikern Platten aufgenommen, z. B. mit Hal Russell, Paul Lytton, Marcin Oleś, Bartłomiej Oleś, Joe Morris, Peter Brötzmann und Paul Lovens. Er hat eigene Jazz-Combos geleitet wie Free Fall, das Free Music Ensemble, die Territory Band und das Vandermark 5. Aktuelle Bands sind u.a. Lean Left, Shelter, Made to Break und das DKV Trio.

 

 

Mark Wassiljewitsch Tokar (ukrainisch Марк Васильович Токарь, * 2. März 1974 in Lemberg) ist ein ukrainischer Jazz- und Improvisationsmusiker (Kontrabass). Tokar studierte an der Nationalen Polytechnischen Universität Lemberg, ab 2006 in Polen an der K. Szymanowski Jazzakademie bei Jacek Niedzela. Er arbeitet seitdem im Spannungsfeld von Neuer Musik, Improvisationsmusik und Jazz. Tokar ist u. a. in den Projekten Ken Vandermarks Resonance und Wacław Zimpels Undivided (mit Klaus Kugel und Bobby Few) tätig sowie in weiteren Projekten u. a. mit Petras Vyšniauskas, Steve Swell, Michael Zerang, Tim Daisy, Dave Rempis, Roberta Piket, Fred Frith, Arkadi Shilkloper, Magnus Broo, Per Åke Holmlander und Mark Sanders. 2005/06 war er künstlerischer Leiter des ukrainisch-polnischen Jazz Bez Festival.

 

 

 

Der Schlagzeuger Klaus Kugel (* 1959, Lindenberg) wurde an der Münchener Jazzschule ausgebildet. Zunächst gehörte er mit Dizzy Krisch und Klaus Roggors der Gruppe Nightwork an. Dann arbeitete er als Studiomusiker und mit Musikern der Kölner Szene wie Reiner Winterschladen, Roger Hanschel, Christian Ramond, Dieter Manderscheid sowie Christian Bollmann. 1986 wurde er Mitglied des Michel Pilz/Itaru Oki-Quartetts. Seit 1989 arbeitet er gemeinsam mit dem litauischen Saxophonisten Petras Vyšniauskas in verschiedenen internationalen Formationen, seit 1994 gehört er zum Quartett von Theo Jörgensmann. Seit 1999 ist er Mitglied im Ganelin Trio Priority von Vyacheslav Ganelin. Er war 2007 und 2008 u. a. mit Charles Gayle, Roy Campbell, Hilliard Greene und Jemeel Moondoc auf Tournee. Weiterhin hat er mit Musikern wie Tomasz Stańko, Zbigniew Namysłowski, Perry Robinson, Wolter Wierbos, Charlie Mariano, Karl Berger, Steve Swell, Robert Dick, Arkady Shilkloper, Sirone, Burton Greene, Vijay Iyer, John Lindberg, Herb Robertson, Paweł Postaremczak, Kenny Wheeler, Sabir Mateen, Peter Evans, Perry Robinson, Bobo Stenson, Glen Moore, Kent Carter, Mars Williams, Conny Bauer, Gerd Dudek, Ken Vandermark, Joe McPhee, John Edwards, Wacław Zimpel oder Bobby Few gearbeitet.

Hörbeispiel: Vandermark-Tokar-Kugel


 

2. festivaltag, sa., 4. april '19, 19:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

BABY SOMMER TRIO:

Oliver Schwerdt - klavier

Barry Guy - bass

Baby Sommer - schlagzeug

 

Oliver Schwerdt (* 1979, Eisenach) ist Musikwissenschaftler und Musiker (Piano, Perkussion) im Bereich der Neuen Improvisationsmusik. Seit 1999 hat Schwerdt als künstlerischer Leiter des EUPHORIUM_freakestra, einem Projektensemble zwischen zeitgenössischer Improvisation, Jazz, Neuer Musik und Theater mit Günter Sommer, Friedrich Schenker, Rudi Mahall, Paul Rutherford, Ernst-Ludwig Petrowsky, Frank Möbus, Wadada Leo Smith, Axel Dörner, Barre Phillips, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Paul Lovens, Sven-Åke Johansson, Ulrich Gumpert, Manfred Hering, Dietmar Diesner, Roger Turner und anderen zusammengearbeitet. Schwerdt erhielt für seine Leistung als Pianist und Ensembleleiter im Jahr 2006 das Leipziger Jazz-Nachwuchsstipendium der Marion-Ermer-Stiftung. Auf den 33. Leipziger Jazztagen 2009 trat er mit dem Projekt Transatlantic Freedom Suite Tentets im Opernhaus Leipzig auf. Aus dem Projektensemble heraus entwickelte sich das Quartett ember mit Urs Leimgruber, Alexander Schubert und Christian Lillinger. Mit Lillinger und Petrowsky arbeitete er auch im New Old Luten Trio. Mit Schubert und Friedrich Kettlitz betreibt Schwerdt das elektrifizierte Noise-Ensemble trnn.

 

Der Kontrabassist und Komponist Barry John Guy (* 1947 in London) gilt als eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der englischen Musik-Avantgarde, arbeitet aber auch mit Christopher HogwoodsAcademy of Ancient Music, dem London Bach Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields, dem New Philharmonia Orchestra und der London Sinfonietta zusammen. Guy spielte mit John Stevens und Trevor Watts im Spontaneous Music Ensemble, im Trio des Pianisten Howard Riley, Gruppen von T. Watts, von Tony Oxley, im Duo mit Peter Kowald, mit Derek Bailey und Paul Rutherford im Trio Iskra 1903 und im London Jazz Composers Orchestra.  Er ist seit 1980 Mitglied des Trios Parker-Guy-Lytton, bildet mit Parker, Eddie Prévost und Keith Rowe die Gruppe ’’Supersession’’ und gehört auch zum von Parker 1992 gegründeten Electro-Acoustic Ensemble. Weiterhin spielt er u.a. im Duo mit Parker und tritt in Trios mit Marilyn Crispell und Paul Lytton oder mit Jacques Demierre und Lucas Niggli sowie mit Agustí Fernández und Ramón López auf. In seinem 1998 gegründeten New Orchestra spielt er mit der Pianistin Marilyn Crispell, den Saxophonisten Evan Parker, Mats Gustafsson und Hans Koch, den Blechbläsern Hannes Bauer, Herb Robertson, Per Åke Holmlander und den Perkussionisten Paul Lytton und Raymond Strid zusammen. Seit 1988 hat Guy mit seiner Frau, der schweizerischen Barockviolinistin Maya Homburger, gemeinsam in barocken Kammermusikkonzerten musiziert; die beiden haben ferner das CD-Label Maya Recordings gegründet und treten zunehmend in genreüberschreitenden Konzerten auf, in denen sowohl Barockmusik als auch Improvisationen zu hören sind.

 

Der Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer (* 1943 in Dresden) zählt zu den Free-Jazz-Musikern der ersten Generation in Europa. Nach ersten Erfahrungen in Amateurgruppen während seines Studiums gehörte Sommer ab 1965 der Klaus Lenz-Big Band und ab 1966 dem Friedhelm-Schönfeld-Trio, dem Manfred Ludwig Sextett, 1971 der Jazzrock-Gruppe SOK und anschließend der Gruppe Synopsis an. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Seine Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.

Hörbeispiel: Baby Sommer Trio "Interflug-Intershop"

 

 

RUF DER HEIMAT:

Christof Thewes – posaune

Thomas Borgmann – saxophon

Christoph Winckel – bass

Willi Kellers - schlagzeug

 

Der Posaunist Christof Thewes (* 1964 in Quierschied, D) ist seit Jahren als Leiter und Komponist unzähliger eigener Ensembles – die alles zwischen Solo bis Big Band abdecken – und als Sideman so bekannter Gruppen wie dem Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band musikalisch aktiv. Er hat in mehr als dreißig Jahren mit vielen namhaften und legendären Jazzern wie Alex Schlippenbach, Evan Parker, Rudi Mahall, Albert Mangelsdorff, Gerd Dudek, Paul Lovens u.v.a. in ganz Europa, Mittel- und Südamerika oder Kanada konzertiert und dabei einen unverwechselbaren Sound entwickelt.

 

 

Der Saxophonist Thomas Borgmann (* 1955 in Münster) spielte zunächst in den frühen 1980er Jahren hauptsächlich im Berlin Art Ensemble um Nick Steinhaus, dann im Sirone Sextet, im Hidden Quartet (mit Dietmar Diesner, Erik Balke, Jonas Akerblom) sowie bei Noise & Toys (mit Valery Dudkin, Sascha Kondraschkin). Er gründete 1991 das Orkestra Kith’N Kin (mit Hans Reichel, John Tchicai, Pat Thomas, Jay Oliver, Mark Sanders, Lol Coxhill und anderen). Anschließend tourte er mit seinem Quartett Ruf der Heimat, das er 1993 gründete, (mit Ernst-Ludwig Petrowsky, Peter Brötzmann, Willi Kellers, Christoph Winckel) und mit dem Trio Blue Zoo mit Borah Bergman und Brötzmann. 1984–1996 organisierte er das Festival STAKKATO in Berlin. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitete er mit Wilber Morris und Denis Charles im BMC-Trio. Außerdem im Quartett Alliance mit Petrowsky, DJ jayrope und Michael Griener sowie in Boom Box (zunächst mit Tony Buck und Joe Williamson). Nach dem Tod von Denis Charles 1998 arbeitete er bis 2002 mit Reggie Nicholson und Wilber Morris im BMN-Trio. In seinem Trio Boom Box spielt er nun mit Willi Kellers und Akira Ando. Er spielte u.a auch mit Caspar Brötzmann, André Jaume, Jason Kahn, Tony Buck, Paul Lytton, Evan Parker, Conny Bauer, Johannes Bauer, Charles Gayle, Lol Coxhill, Phil Minton, William Parker, Jason Hwang, Heinz Sauer, Thurston Moore, Enver Ismailov, Shoji Hano, Alexander von Schlippenbach, Vladimir Chekasin, Rashied Bakr, Roy Campbell, Melvyn Poore, Perry Robinson, Vattel Cherry, Kip Hanrahans Latin Groove und Jean-Paul Bourelly.

 

Der Bassist Christoph Winckel (* 1950 in Zeitz) gilt als „einer der experimentierfreudigsten und originellsten Musiker“ der jüngeren Generation in Jazz und improvisierter Musik der DDR (Bert Noglik). Ab 1973 war er Mitglied im Ensemble von Manfred Schulze, danach im Joe Sachse Quartett, aus dem mit Hannes Zerbe die Gruppe Osiris hervorging, die mit Leo Wright und Charlie Mariano auf Tournee ging. 1979 holte ihn Andy Altenfelder in sein Quintett, aus dem sich ein Improvisationstrio mit Johannes Bauer und Heiner Reinhardt entwickelte. In den achtziger Jahren trat Winckel verstärkt mit eigenen experimentellen Projekten hervor – Fine mit der Tänzerin Fine Kwiatkowski, das Streichquartett 18 Draht und der sprachlich orientierten Gruppe Atropa bella donna mit dem Dichter Tohm di Roes. In dieser Zeit arbeitete Winckel wiederholt mit den Musikern Dietmar Diesner, Heiner Reinhardt, Lothar Fiedler, Peter Koch und Hansi Noack zusammen, gab Konzerte mit Tony Oxley, Radu Malfatti, John Tchicai, Phil Minton, Sven-Åke Johansson, Ernst-Ludwig Petrowsky und Walter Malli. Mit Willi Kellers, Alan Tomlinson, Alan Wilkinson und Alex Maguire bildete Winckel die Band Tommys & Krauts. In der Schweiz entstanden Projekte um Musiker wie Urs Blöchlinger und Werner Lüdi. Seit den neunziger Jahren arbeitete im Quartett Ruf der Heimat mit Ernst-Ludwig Petrowsky bzw. Peter Brötzmann, Thomas Borgmann und Willi Kellers. Er ging mit dem Charles Gayle Trio und mit Peter Kowald auf Tour, war Mitglied in der Gruppe O.T. des Malers A. R. Penck, spielte in Bands von Sibylle Pomorin und Chris Cutler. Seit 2000 spielt Christoph Winckel im Alan-Tomlinson-Trio und im Manfred-Hering-Trio. 2017 wurde seine HOLZ-AKTION! Bühnenstück für 9 Kontrabassisten in Berlin uraufgeführt.

 

Der Schlagzeuger Willi Kellers (* 1950 in Münster als Wilhelm Heinrich Kellers) studierte Musik an den Hochschulen Münster und Detmold. Anschließend war er als Theaterkomponist für die Bühnen in Bochum, Köln, Hamburg, Basel und Wien tätig. Seit 1980 trat er im Duo mit Peter Brötzmann auf. Es folgten Projekte mit Achim Knispel, mit einer eigenen Workshop Band, in Formationen mit Frank Wright, Harry Miller, Willem Breuker und Brötzmann. Ab der Mitte der 1980er Jahre arbeitete er mit Fred Frith, Tony Oxley und Phil Minton. 1989 spielte er im Quartett mit Manfred Schoof, Jay Oliver und Brötzmann. Ab 1990 arbeitete er auch im Trio mit Keith und Julie Tippetts, sowie mit Ernst-Ludwig Petrowsky und Barre Phillips, aber auch mit Manfred Hering und mit Borah Bergman zusammen. Aktuell spielt er mit  Ruf der Heimat, im Trio Boom Box mit Borgmann und Akira Andō sowie mit Abdourahmane Diop. Seit 2017 spielt Kellers im Kollektiv "N", einem Ensemble dem Susanne Wegener, Theo Jörgensmann, Heinz-Erich Gödecke, Akira Ando, Jens Tolksdorf und Peter Ortmann angehören.

 

 

 

ARASHI:

Akira Sakata- saxophon

Johan Berthling - bass

Paal Nilssen-Love - schlagzeug

 

Akira Sakata (jap. 坂田 明, Sakata Akira; * 1945 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Free Jazz-Musiker (Bassklarinette, Altsaxophon, Piano). Sakata studierte zunächst Meeresbiologie an der Universität Hiroshima und gründete in Tokio eine erste eigene Formation Saibō-bunretsu (細胞分裂, „Zellteilung“). Von 1972 bis 1979 spielte er im Trio des Pianisten Yōsuke Yamashita, das auch – zum Quartett mit Manfred Schoof erweitert – auf Tournee ging. Er gehörte dann auch zum Jam Rice Sextet (mit Yamashita, Toshinori Kondō, Gerald Ohshita, Hideaki Mochizuki und Shōta Koyama), das 1986 das Album Jam Rice Relaxin’ live einspielte. 1980 gründete er ein Trio, mit dem er in Japan durch eine ausgedehnte Tournee bekannt wurde. Für das Enja-Label spielte er 1981 in Triobesetzung mit dem Bassisten Hiroshi Yoshino und dem Schlagzeuger Nobu Fuji das Album Dance ein. In diesem Jahr war er auch auf dem Berliner Jazz Festival mit seinem Sakata Orchestra. Ab 1982 arbeitete er mit einem Sextett mit zwei Schlagzeugern und zwei Gitarristen, mit dem er das Album Trauma aufnahm; außerdem arbeitete er mit seinem Sakira Da-Da-Da Orchestra. 1986 spielte er mit der Formation Last Exit (Bill Laswell, Peter Brötzmann, Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson), zu hören auf dem Album Noise of Trouble: Last Exit Live in Tokyo. Laswell spielte dann Bass und Violine auf Sakatas Album Mooko, das er auch produzierte. und das bei Virgin Records erschien. Außerdem spielte Sakata 1986 Duos mit Peter Kowald ein. Anfang der 2000er Jahre arbeitete Sakata mit seinen regulären Formationen Harpacticoida, der Sakata Akira "3" mii, mit der er 2003 und 2008 in Düsseldorf auftrat, und mit Kesutoradamashi, die unterschiedliche Musikrichtungen verbinden soll. 2004 ging er mit DJ Krush auf eine USA-Tournee. Außerdem spielte er mit verschiedenen japanischen Folk-Musikern zusammen und arbeitete für verschiedene Fernseh-Dokumentarfilme, die sich mit meeresbiologischen Themen beschäftigen. Mit Chikamorachi und Masahiko Satch legte er 2018 das Album Proton Pump (Family Vineyard) vor. Mit Johan Berthling und Paal Nilssen-Love bildet er das Arashi Trio (dt. „Sturm“). Weiterhin ist er auch als Essayist und als Schauspieler bekannt.

 

 

 

 

Der Bassist Johan Berthling (* 1973, Stockholm) studierte 1996–1998 an der Königlichen Musikhochschule Stockholm. Seitdem arbeitet er in der schwedischen und internationalen Jazz- und Improvisationsszene in verschiedenen Ensembles u. a. mit David Stackenäs, Raymond Strid, Fredrik Ljungkvist, Sten Sandell, Paal Nilssen-Love, Akira Sakata, Mats Gustafsson, Oren Ambarchi, Jonas Kullhammar,  Martin Küchen und Steve Noble. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1996 und 2014 an 23 Aufnahmesessions beteiligt.

 

 

 

 

 

 

Paal Nilssen-Love (* 1974, Molde) ist ein norwegischer Schlagzeuger, der im Bereich des Free Jazz und des Modern Creative hervorgetreten ist. Nilssen-Love spielte zunächst in der Band seines Vaters (ebenfalls Jazzdrummer) und begann seine Musikerkarriere in einem Jazzclub in Stavanger, der von seinen Eltern betrieben wurde. Er studierte in der Abteilung für Jazzstudien an der Universität von Trondheim. Seit den 1990er Jahren ist er in der norwegischen Avantgarde Jazzszene aktiv. 1993 gründete er eine erste eigene Formation, das Quartett Element (mit Gisle Johansen, Ingebrigt Håker Flaten, Håvard Wiik), und arbeitete außerdem mit Iain Ballamy und Chris Potter. Er zog 1996 nach Oslo und war um 1998/99 Mitglied in den Bands von Trygve Seim, Frode Gjerstad und Bugge Wesseltoft. Seit 2000 spielt er im Trio The Thing mit Mats Gustafsson und Ingebrigt Håker Flaten. Außerdem gehörte er dem Trio von Håkon Kornstad an und wirkte an Ken Vandermarks Album Crossing Division mit. 2001 war er Mitglied im Trio des schwedischen Bassisten Peter Janson.Weiterhin spielte Nilssen-Love in den Bands Atomic (mit Fredrik Ljungkvist und Magnus Broo), School Days, dem Sten Sandell Trio, dem Scorch Trio, mit Raoul Björkenheim und Pat Metheny sowie verschiedenen Duo-Projekten mit Ken Vandermark, Joe McPhee, John Butcher, dem Organisten Nils Henrik Asheim, Lasse Marhaug und Peter Brötzmanns Chicago Tentet. 2006 wurde er mit dem Buddyprisen, dem wichtigsten Jazzpreis Norwegens, ausgezeichnet.

 


 

epilog so., 5. april '19, 11:00 uhr:

 

café bar zing, rotenbergstraße 37

                Jam-Sessions
 
      mit Festivalmusikern
 
& Workshopband-Abschlußkonzert