Menu
„Mankind's first musical performance
 
couldn't have been anything other than a
 
free improvisation.“

-- Derek Bailey, improvising guitarist, 1930 – 2005

            


 

6. freejazzfestival saarbrücken, 7. bis  11. april 2021

 

prolog, mi., 7. april '21, 19:00 uhr:

kino 8 ½

 

GRID MESH:

Frank Paul Schubert - saxophon

Christof Thewes – posaune

Andreas Willers – e-gitarre

Willi Kellers - schlagzeug

 

  

Frank Paul Schubert (*1965 in Neuss) ist Saxophonist in den Bereichen Improvisierte Musik und Zeitgenössischer Jazz. Er lebt seit 1999 in Berlinund arbeitet(e) regelmäßig mit Johannes Bauer (gest. 2016), Willi Kellers, Andreas Willers, Olaf Rupp, Paul Rogers, Matthias Müller, John Edwards, Mark Sanders, Paul Dunmall, Alexander von Schlippenbach, Günter Baby Sommer, Clayton Thomas, Uwe Oberg, Rudi Fischerlehner und vielen mehr. Aktuelle Gruppen sind GRID MESH, FOILS, ROPE, FABRIC, Willi Kellers Quartett, Rocket No. 9 u.a.

 

                                                                                    

 

 

Der Posaunist Christof Thewes (* 1964 in Quierschied, D) ist seit Jahren als Leiter und Komponist unzähliger eigener Ensembles – die alles zwischen Solo bis Big Band abdecken – und als Sideman so bekannter Gruppen wie dem Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band musikalisch aktiv. Er hat in mehr als dreißig Jahren mit vielen namhaften und legendären Jazzern wie Alex Schlippenbach, Evan Parker, Rudi Mahall, Albert Mangelsdorff, Gerd Dudek, Paul Lovens u.v.a. in ganz Europa, Mittel- und Südamerika oder Kanada konzertiert und dabei einen unverwechselbaren Sound entwickelt.

 

 

 

Andreas Willers (* 1957, Rendsburg), der in Bluesbands wie der Charly Schreckschuss Band und in Avantgarde-Gruppen begonnen hatte, studierte zunächst 1979/1980 am Guitar Institute of Technology in Los Angeles, um seine Studien an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Harry Pepl und in Meisterkursen in Banff bei John Abercrombie fortzusetzen. Bei Free Music Production legte er ein Soloalbum Hier & als Auch vor, und begann im Duo mit dem Bläser Gebhard Ullmann zu arbeiten. Er zog 1983 nach Berlin, wo er mit Ullmann, Martin Lillich und Niko Schäuble das Quartett Out to Lunch gründete. 1987 spielten Willers und Ullmann als Minimal Kids mit Trilok Gurtu, später traten sie mit Steve Argüelles auf und nahmen mit Bob Stewart und Marvin Smitty Smith auf. Sein Trio Blue Collar hat er mit Claudio Puntin zum Quartett und mit Matthias Schubert und Dominique Pifarély zum Quintett (und auch zum Oktett) erweitert. Außerdem spielt er im Quartett mit Paul Bley und Yves Robert. Mitte der 1990er spielte Willers im Theo Jörgensmann/Petras Vyšniauskas Quintet mit Kent Carter und Klaus Kugel. Willers arbeitete im weiteren mit Gerry Hemingway, Hans Lüdemann, David Murray, Marc Ducret, Bobby Previte, Uwe Kropinski, u.a.

 

Der Schlagzeuger Willi Kellers (* 1950 in Münster als Wilhelm Heinrich Kellers) studierte Musik an den Hochschulen Münster und Detmold. Anschließend war er als Theaterkomponist für die Bühnen in Bochum, Köln, Hamburg, Basel und Wien tätig. Seit 1980 trat er im Duo mit Peter Brötzmann auf. Es folgten Projekte mit Achim Knispel, mit einer eigenen Workshop Band, in Formationen mit Frank Wright, Harry Miller, Willem Breuker und Brötzmann. Ab der Mitte der 1980er Jahre arbeitete er mit Fred Frith, Tony Oxley und Phil Minton. 1989 spielte er im Quartett mit Manfred Schoof, Jay Oliver und Brötzmann. Ab 1990 arbeitete er auch im Trio mit Keith und Julie Tippetts, sowie mit Ernst-Ludwig Petrowsky und Barre Phillips, aber auch mit Manfred Hering und mit Borah Bergman zusammen. Aktuell spielt er mit  Ruf der Heimat, im Trio Boom Box mit Borgmann und Akira Andō sowie mit Abdourahmane Diop. Seit 2017 spielt Kellers im Kollektiv "N", einem Ensemble dem Susanne Wegener, Theo Jörgensmann, Heinz-Erich Gödecke, Akira Ando, Jens Tolksdorf und Peter Ortmann angehören.

 

Dokumentarfilm:

„Soldier of the Road: A Portrait of Peter Brötzmann“,

F 2011, OmU, 93 Min., Regie: Bernard Josse

Bernard Josse (* 1956 in Frankreich) arbeitete als Kameramann und Redakteur an einer Reihe von Dokumentarfilmen. Dreißig Jahre nach dem Treffen mit dem Saxophonisten, Bandleader und Künstler Peter Brötzmann beschloss er, einen Film über ihn zu drehen. Das Projekt entstand über einen Zeitraum von fünf Jahren, völlig unabhängig, ohne Budget und nur in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Gérard Rouy.

"Ich wollte den Sound filmen", sagt Bernard Josse über sein Filmporträt über Peter Brötzmann.

Dieser deutsche Musiker ist seit seinem Album Machine Gun (1968) eine führende Figur des europäischen Jazz. Brötzmann verlagerte den amerikanischen Einfluss des Free Jazz in Richtung einer wirkungsvollen, lautstarken, energiegeladenen Art von Performance, die auch von Punk-, Noise- und Stil-freien Liebhabern geschätzt wird. Brötzmanns vulkanischer Klang ist so beeindruckend wie immer, selbst im 70. Jahr des Künstlers, als der Film gedreht wurde. Josse bemerkt: " Eine Frage wurde für die Entstehung dieses Films von zentraler Bedeutung: Wie haben Musiker in den letzten 50 Jahren so viel Energie entwickelt? Was hat dazu beigetragen? Peter sucht, findet, verwandelt [...] Er ist niemals selbstzufrieden und erforscht immer neue Wege. Ich betrachte ihn als einen wahren Schöpfer.“

Peter Brötzmann äußert sich im Film klar, überlegt und offen – und gibt dabei ungewohnt viel von sich preis, angefangen bei seiner Kindheit im Kriegs- bzw. Nachkriegsdeutschland. Auch Weggefährten wie Evan Parker, Han Bennink und Ken Vandermark kommen zu Wort. Die Gespräche machen deutlich, wie sich Musik im intensiven Austausch entwickelt. Und natürlich gibt es auch viel Livemusik zu erleben.

 

auftakt, do., 8. april '21, 18:30 uhr:

Schloßkeller

 

Ulrich Stock (ZEIT) Podiumsgespräch mit Peter Brötzmann:

"FreeJazz als Soziale Plastik"

In den Anfängen des Free Jazz vor einem halben Jahrhundert ging es um das Brechen allzu starrer musikalischer Regeln. Das tönende Individuum wollte sich entfesseln. Das ist gelungen. Heute kann es deshalb um anderes gehen: frei zu sein für ein gemeinsames musikalisches Gestalten ohne Dominanz des eigenen Egos. Improvisation als gesellschaftliches Modell - wichtiger als persönlicher Drang wird die Fähigkeit, andere Stimmen zu hören, aufzugreifen und sie auch zu feiern.

 

Der Schleswig-Holsteiner Ulrich Stock, Jahrgang 1958, ist Jazzreporter der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT. Über die Jahrzehnte widmete er sich Musikern wie Cecil Taylor, Irène Schweizer, Heiner Goebbels, Aki Takase, Christian Lillinger oder Anna-Lena Schnabel.

Seit dem Sommer 2005 entwickelt er das multimediale Musikangebot der ZEIT online, das für den Grimme Online Award 2006 nominiert wurde.

Auf ZEIT ONLINE schreibt er die Monatskolumne Und jetzt Jazz! — eine unendliche Recherche über Jazzdenken, Jazzmachen, Jazzleben.
 

 

 

dadaistische Metaperformance:

QUATRE MARTEAUX:

Elodie Brochier- stimme

Geoffroy Muller- trompete

Hartmut Oßwald - saxophon

Daniel Prätzlich - schlagzeug

Pascal Zimmer - elektronik

 
 

HUMANIZATION QUARTET:

Luis Lopes – e-gitarre

Rodrigo Amado – tenor saxophon

Aaron Gonzalez – bass

Stefan Gonzalez – schlagzeug

Der aus einem Rock/Punk und Blues Hintergrund kommende Luis Lopes (* 1971, Lissabon) absolvierte ein Jazzstudium an der Escola de Jazz do Barreiro in Lissabon. Der Saxophonist Joe Giardullo führte ihn danach in die Welt der improvisierten und experimentellen Musik ein, in die Lopes von nun seine Energien und kompositorischen Fähigkeiten einbrachte und seine Faszination für Noise Musik, Distortions und Gitarrenfeedbacks integrierte. Im Freejazzkontext bekannt geworden ist er v.a. durch sein Humanization 4tett (mit Rodrigo Amado am Tenorsax), das Lisbon Berlin Trio (mit Christian Lillinger u. Robert Landfermann), seine Zusammenarbeit mit Musikern wie Alfred Hart, Daniel Carter, Jeb Bishop, Josh Abrams, Jean-Luc Guionnet, Samuel Blaser, Fred Lomberg-Holm und Evan Parker sowie durch seine gefeierten Solokonzerte auf wichtigen Festivals in Europa und den USA.

 

Rodrigo Amado (* 1964, Lissabon) begann mit 17 Jahren Saxophon zu lernen. 2001 gründete er mit den Brüdern Pedro und Carlos Costa das Independent-Label Clean Feed Records, das sich der zeitgenössischen Jazz- und Improvisationsmusik widmet. 2005 verließ Amado das Unternehmen und gründete sein eigenes Label European Echoes, auf dem vorrangig seine eigenen Produktionen erschienen. Daneben betätigt er sich als freischaffender Fotograf und als Autor für die Tageszeitung Público. Er leitet die Bandprojekte Lisbon Improvisation Players, das Motion Trio (mit Miguel Mira und Gabriel Ferrandini),  The Attic (mit Gonçalo Almeida und Onno Govaert) und das Rodrigo Amado Quartett (mit Joe McPhee, Kent Kessler und Chris Corsano).

 

 

 

Aaron Gonzalez (* 1980 in Dallas, Texas) begann im Alter von 10 Jahren Kontrabass in klassischer Tradition zu spielen. In seinem letzten Jahr an der High School gründete er die Bands Akkolyte, ein extremes und zunehmend experimentelles Grindcore-Duo mit seinem Bruder Stefan, und Yells At Eels, ein vielseitiges und energiegeladenes Free-Jazz-Trio (oft ergänzt durch andere Spieler) unter der Leitung von Vater Dennis und auch mit Stefan am Schlagzeug. Yells At Eels hat u.a. zusammengearbeitet mit Tim Green, Louis Moholo-Moholo, Alvin Fielder, Famoudou Don Moye, Wojtek Mazolewski, Ingebrigt Håker-'Flaten und Rodrigo Amado. Mit seinem Bruder Stefan war er in Unconscious Collective, einer Gruppe, die eine strenge Herangehensweise an progressiven und psychedelischen Rock mit Aspekten der Jazzimprovisation und einer theatralischen, rituellen und körperlich einnehmenden Bühnenshow kombinierte. Aaron war außerdem Mitglied im daistischen Avantgarde-Musikkollektiv MFM, der Noise-Band Aphonic Curtains und der psychedelischen Industrialband Festive Death. In den letzten Jahren hat er auch seine experimentellen Fähigkeiten im Bereich der Gesangsdarbietung weiterentwickelt. Er trat solo unter dem Namen Deflowered Electric Flesh Bride auf, leitete das groß angelegte elektroakustische Improvisationsensemble Age Of Disinformation und trat in der Performancegruppe Asukubus auf.

Stefan Gonzalez (* 1986) ist ein Schlagzeuger, Percussionist und Sänger aus Dallas, TX. Er ist bekannt für seine Arbeit mit seinen Familienbands Yells at Eels (mit Bruder Aaron Gonzalez und Vater Dennis Gonzalez) und Akkolyte (wieder mit seinem Bruder), tritt aber auch regelmäßig in Europa mit Ingebrigt Haker Flatens Supergruppe The Young Mothers mit Sitz in Texas auf.  Derzeit tritt er solo unter dem Namen Orgullo Primitivo auf und spielt auch mit dem Dallas Industrial Noise Trio Mother II. Gonzalez ist bestrebt, ständig musikalische Grenzen zu überschreiten und die Grenzen des Genres zu verwischen, indem er in vielen extremen Genres und Subgenres von Hardcore-Punk über Industrial, Black Metal und Grindcore bis hin zu Improvisationsmusik, Jazz und Ambient-Musik experimentiert. Im Ochre House Theatre in Dallas spielt er oft Live-Soundtracks für Theaterstücke und Musicals. Zu den früheren Gruppen, Mitarbeitern und Aufnahmeprojekten gehören Unconscious Collective, Asukubus, Jandek, Mike Watt, Curtis Clark Trio, Ariel Pink With Added Pizzazz , das Renegade Spirits Ensemble mit Famoudou Don Moye, Aram Shelton, Damon Smith und Tom Carter, Louis Moholo-Moholo, German Bringas, Remi Alvarez, Arturo Baez, Cojoba und viele mehr.


während der festivaltage:

live-actionpainting von Jorgo Schäfer

 

"Jorgo Schäfer ist Maler und Cartoonist, und er liebt Jazz – am meisten die freie, offene Form. Die Nähe zu dieser Musik ist gewachsen über Jahrzehnte, sie wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zu Peter Kowald (gest. 2002), dem Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Er skizziert, er zeichnet, er malt, während die Musiker auf der Bühne spielen und improvisieren. Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen." (Dr.Hermann Ühlein)

>> www.jorgo-art.de


 

1. festivaltag fr., 9. april '21, 19:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

JONES JONES:

Larry Ochs – saxophon

Mark Dresser - bass

Vladimir Tarasov - drums and percussion

 

Lawrence „Larry“ Ochs (* 1949, New York City) lernte zunächst Trompete, wechselte aber bald zum Tenor- und Sopranino-Saxophon. 1978 arbeitete er als Plattenproduzent und gründete sein eigenes Label, Metalanguage Records. Außerdem war er Mitbegründer der Saxophon-Formation Rova Saxophone Quartet (mit Bruce Ackley, Steve Adams, Jon Raskin) und arbeitete in Glenn Spearmans Double Trio. Ab 1986 spielte er in der Trio-Formation Room (mit dem Pianisten Chris Brown und dem Schlagzeuger William Winant) sowie dem What We Live Ensemble mit dem Bassisten Lisle Ellis und dem Schlagzeuger Donald Robinson. Ochs nahm mehrere Alben unter eigenem Namen auf, u. a. auf dem Black Saint Label, und wirkte bei Aufnahmen von Andrea Centazzo, Scott Fields, Ben Goldberg und John Lindberg mit. Er ist Leiter des Ensembles The Fictive Five mit Nate Wooley, Ken Filiano, Pascal Niggenkemper und Harris Eisenstadt, hat ein Trio mit Nels Cline und Gerald Cleaver, sowie mit Dave Rempis und Darren Johnston.

 

 

 

 

Mark Dresser (* 1952, Los Angeles) ist ein Grammy-nominierter, international bekannter Bassist, Improvisator und Kmponist. Im Zentrum seiner Musik steht eine künstlerische Besessenheit und Verpflichtung, die klanglichen, musikalischen und expressiven Möglichkeiten des Kontrabasses zu erweitern. Von 1985 bis 1994 war er Mitglied von Anthony Braxtons Quartett. Er hat auch Musik von Ray Anderson, Jane Ira Bloom, Tim Bern, Anthony Davis, Dave Douglas, Osvaldo Golijov, Gerry Hemingway, Bob Ostertag, Joe Lovano, Roger Reynolds, Henry Threadgill, Dawn Upshaw und John Zorn aufgeführt und aufgenommen. Seit 2007 beschäftigt er sich intensiv mit der Aufführung und Ausbildung von Telematikmusik. Er ist Professor für Musik an der University of California in San Diego.

 

 

 

Vladimir Tarasov (* 1947,Archangelsk, Russland) lebt und arbeitet seit 1968 in Vilnius, Litauen. Als Patriarch des litauischen Jazz legte er im Rahmen des legendären Ganelin-Tarasov-Chekasin-Trios den Grundstein für die litauische Jazzschule. Tarasov ist ein Konzeptkünstler, der mit den Giganten der Welt der Improvisationsmusik zusammenarbeitet und an einem weitreichenden kreativen Leben teilnimmt. Er tritt im Rahmen verschiedener Projekte auf Jazzbühnen auf, komponiert für Film und Theater, arbeitet an visueller Kunst und interdisziplinären Projekten und arbeitet mit einem vielfältigen Pool von Künstlern, Schriftstellern, Malern und Meistern des Tanzes und der bildenden Kunst zusammen. Seine Diskographie umfasst über 100 Alben und kreative Partnerschaften mit Künstlern wie Andrew Cyrille, dem Rova Saxophone Quartet, Anthony Braxton, Kazutoki Umezu, Lauren Newton, Saincho Namchilak, Bill Laswel, Josef Nadj, Tomasz Stanko, Sonny Murray und vielen anderen.

 

 

FISH SCALE:

Ab Baars – sax, flute

Kaja Draksler - piano

Joe Williamson - bass

Ab Baars (* 1955 in Axel) ist ein niederländischer Jazz-Tenorsaxophonist und Klarinettist des Modern Creative Jazz. Baars begann 1970 Saxophon zu spielen und spielte in der Philips Brass Band. Er studierte am Konservatorium in Rotterdam bei Leo von Oostrom und besuchte Workshops von Butch Morris. Noch in den 1970er Jahren gründete er die Gruppe Cumulus, in der u. a. Harry van Wit, Wolter Wierbos und Mariette Rouppe van der Voort spielten, und spielte im Trio Trebbel mit Guus Janssen und van der Voort. In den 1980er Jahren spielte er mit Roscoe Mitchell (1987), dem Theo Loevendie Consort, dem Maarten Altena-Oktett, dem Sextett von Guus Janssen und wurde Mitglied von Misha Mengelbergs Instant Composers Pool, an dessen Monk Project er beteiligt war. Er spielte u. a. mit Sunny Murray, Han Bennink, Steve Lacy, Roswell Rudd, Theo Jörgensmann, Ken Vandermark, Michael Moore und Cecil Taylor. Seit 1991 hat er ein eigenes Trio, dem zur Zeit der Bassist Wilbert de Joode und der Schlagzeuger Martin van Duynhoven angehören. Mit Luc Ex, Hamid Drake und Ingrid Laubrock bildet er Luc Ex´ Assemblée.

 

 

Kaja Draksler (* 1987 in Kranj, Slowenien) begann im Alter von 4 Jahren Klavier zu spielen und wurde bis 2005 an der Hochschule in Ljubljana ausgebildet. Dann absolvierte sie in Groningen auf dem Konservatorium ein Jazzstudium (ihre Abschlussarbeit schrieb sie über Cecil Taylor), um dann am Conservatorium van Amsterdam bis 2013 bei Richard Ayres Komposition zu studieren. Sie nutzte einen Aufenthalt in New York, um zudem Unterricht bei Jason Moran und Vijay Iyer zu nehmen. 2005 war Draksler Mitbegründerin des Acropolis Quintet in Groningen. Weiterhin gründete sie die BadBooshBand. 2016 trat sie mit Susana Santos Silva auf dem Moers Festival auf. Beim JazzFest Berlin 2017 überzeugte sie im Trio mit Petter Eldh und Christian Lillinger.

 

 

 

 

 

Joe Williamson (* 1970 in Vancouver) studierte ab 1989 Musik an der McGill University in Montreal. Von 1992 bis 1995 lebte er in Amsterdam, seit 1998 lebte er in Berlin, danach in London und jetzt in Stockholm. Er arbeitete mit Musikern wie Ab Baars, Steve Beresford, Andy Ex, Gianni Gebbia, Vinny Golia, Tristan Honsinger, François Houle, Luc Houtkamp, Peggy Lee, Paul Lovens, Evan Parker und Jon Rose zusammen. Er ist Mitglied mehrerer Bands, darunter des Tobias Delius Quartet (mit Tristan Honsinger und Han Bennink), der Gruppen Kletka Red von Leonid Soybelman (mit Andy Moor und Tony Buck), Trapist von Martin Siewert (mit Martin Brandlmayr), Boombox von Thomas Borgmann und 2012 in Platform 1, mit Magnus Broo, Ken Vandermark, Steve Swell und Michael Vatcher. Weiterhin arbeitet er im Duo mit Olaf Rupp, in verschiedenen Bands mit dem Schlagzeuger Tony Buck, einem Trio mit Felicity Provan und Steve Heather und mit Eugene Chadbournes European Trio.

 

 

 

FULL BLAST:

Peter Brötzmann - sax

Marino Pliakas - bass

Michael Wertmüller - drums

Peter Brötzmann (* 1941 in Remscheid, D) ist einer der einflussreichsten Musiker des europäischen Free Jazz. Das Saxophonspielen brachte er sich selbst bei. "Eine brutale Gesellschaft provoziert natürlich eine brutale Musik", erklärte Brötzmann und kreierte einen bis dahin ungehörten brachialen Sound. Was die Haltung betrifft, gab es mit den Punks in den Siebzigern eine große Ähnlichkeit, weshalb er von diesen auch als „einer der ersten Punks“ bezeichnet wird. 1961 gründete er mit Peter Kowald und Dietrich Rauschtenberger ein Trio. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Globe Unity Orchestra. Seit Ende der 1960er arbeitete er mehrere Jahre im Trio mit Fred Van Hove und Han Bennink. Brötzmann ist einer der Gründer des Plattenlabels Free Music Production in Berlin. Bis in die 1980er Jahre trat er regelmäßig beim Total Music Meeting auf; seit Beginn der 1980er Jahre ist er regelmäßig in den USA und Japan präsent. 1986 wurde er neben Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson Mitglied von Bill Laswells Jazznoisegruppe Last Exit, mit der er mehrere Alben einspielte. Mit Ken Vandermark aus Chicago und dem Schweden Mats Gustafsson als Kerngruppe seines Chicago Tentetts spielt er seit 2002 im Generationen übergreifenden Trio Sonore. 2004 formiert sich Brötzmann mit Michael Wertmüller und Marino Pliakas zum Trio Full Blast.

Marino Pliakas (* 1964 in Trogen, CH) ist ein griechisch-schweizerischer Musiker (Gitarre, E-Bass) und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Pliakas studierte von 1984 bis 1988 klassische Gitarre am Konservatorium Zürich. 1995 gründete er mit Dominik Blum und Lucas Niggli das bis heute bestehende „Hammond-Avantcore-Trio“ Steamboat Switzerland. Auch spielt er im Trio Full Blast mit Peter Brötzmann und Michael Wertmüller. Weiterhin aktiv war er im Improvisationsquartett Die Firma und mit Stephan Wittwer (im Duo und im Trio mit Michael Wertmüller). Daneben ist er auch mit Caspar Brötzmann, John Cale, Nels Cline, Holger Czukay, Jacques Demierre, Robert Dick, Fred Lonberg-Holm, Steve Noble, Norbert Möslang, Jim O’Rourke, Ken Vandermark, Trevor Watts und Kenny Wollesen aufgetreten. Er konzertierte in vielen Ländern Europas, in Ägypten, Südafrika, Mosambik, Israel, China, Japan, Nordamerika und Brasilien. Von 1998 bis 2003 war er Präsident der Zürcher Sektion der International Society for Contemporary Music.

 

Der 1966 in Thun (Schweiz) geborene Komponist und Schlagzeuger Michael Wertmüller absolvierte seine Ausbildung an der Swiss Jazz School, an der Hochschule der Künste Bern und am Sweelinck-Konservatorium Amsterdam. Von 1995 bis 1999 war er Schüler von Dieter Schnebel an der Universität der Künste Berlin. Wertmüller war als Schlagzeuger Mitglied im Berner Sinfonieorchester sowie Gast beim Concertgebouw Orkest Amsterdam, komponierte für Christoph Schlingensief sowie das Theater Köln, das Schauspiel Stuttgart und das Schauspielhaus Zürich. Die Oper „Anschlag“ wurde 2013 beim Lucerne Festival uraufgeführt, die Oper „weine nicht, singe“ 2015 in der Hamburgischen Staatsoper, die komische Oper „Valentin“ 2017 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit 2005 ist er Gastdozent an der Humboldt Universität zu Berlin, der Akademie der Künste und an der Universität der Künste, Berlin. In den letzten 25 Jahren führten ihn hunderte Konzerte mit der Band Alboth, dem Trio Full Blast und diversen anderen Formationen weltweit zu Tourneen und Festivals.

 

2. festivaltag sa., 10. april '21, 18:30 uhr:

gemeindezentrum alte kirche

 

FREEJAZZSAAR ORCHESTER:

The New Thing in Saarbrooklyn!

Elodie Brochier– stimme, Claudia Hahn– flöte, Daniel Schmitz– trompete, Geoffroy Mueller– trompete, stimme, Christof Thewes– posaune, Michael Hupperts- posaune, tuba, Hartmut Oßwald– saxophon, Martin Schmiddi Schmidt– mandoline, Julien Blondel– cello, Johannes Schmitz-  gitarre, Stefan Scheib– contrabass, Ben Lehmann– contrabass, Pascal Zimmer– elektronik, Daniel Prätzlich– schlagzeug, Marius Buck- gongs, cymbals, sounds, Martial Frentzel- schlagzeug
 

FreeJazzSaar Orchester, first session, live im BuckBlech, 7. 3. 2020

 

 

THE WORKERS:

Urs Leimgruber  -  sax

Omri Ziegele -   sax, voice

Christian Weber - bass

Alex Huber- drums

Der Saxophonist Urs Leimgruber (* 1952 in Luzern) lebte von 1988 bis 2005 in Paris, seitdem wieder in seiner Heimatstadt Luzern. Seine Tätigkeitsgebiete sind Improvisation, Jazz und Neue Musik. 1972 gründete er mit dem Gitarristen Christy Doran, dem Schlagzeuger Fredy Studer und dem Kontrabassisten Bobby Burri das Luzerner Rockjazz-Quartett OM. Anschliessend spielte er bis 1987 im Quartett Reflexionen mit Don Friedman, Burri und Joël Allouche und bis 1989 im Duo mit John Wolf Brennan. Mit Joëlle Léandre am Kontrabass, Marilyn Crispell am Klavier und Fritz Hauser am Schlagzeug bildet er das Quartet Noir. In den 90er Jahren arbeitete er mit Fritz Hauser im Duo, in den 2010er Jahren mit Roger Turner und Axel Hubert. Das Improvisationsquartett ember zeigt Leimgruber im Zusammenspiel mit zentralen Akteuren der vierten Generation zeitgenössisch improvisierter Musik wie Oliver Schwerdt, Alexander Schubert und Christian Lillinger. Eine besonders lange und intensive Zusammenarbeitet verbindet ihn im Trio mit Barre Phillips und Jacques Demierre. 2003 wurde er mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern ausgezeichnet.

 

Omri Ziegele (* 1959 in Rehovot, Israel) wuchs nach der frühen Kindheit in einem Kibbuz in Zürich auf und spielte zunächst Klarinette. Auf der Kantonsschule Rämibühl entdeckte er den Jazz und das Saxophon, mit dem er sich autodidaktisch beschäftigte. Nach dem Maturat verbrachte er einige Zeit in London, bevor er in Boston am Berklee College of Music studierte, wo ihn Bob Mover und Chris Biscoe beeinflussten. Er leitete eigene Bands, spielte auch im Alternativ-Zirkus Federlos und schuf Theatermusiken. Mittelpunkt von Ziegeles Schaffen ist seit 1996 das Oktett Billiger Bauer, mit der er regelmäßig in der Werkstatt für Improvisierte Musik in Zürich in ungewöhnlicher Besetzung auftritt. Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet er mit Irène Schweizer, zunächst im Duo, später dann erweitert um den südafrikanischen Schlagzeuger Makaya Ntshoko; Daneben spielt er im Schweizer Holz Trio mit Urs Leimgruber und Hans Koch, Trio Noisy Minority, der Band Brother Hood, im Duo mit Yves Theiler in Kollaborationen mit der Performerin Dorothea Rust u.v.a. Projekten.

 

 

 

Christian Weber (* 1972 in Zürich) begann 1990 Kontrabass zu spielen, studierte in Graz, Linz und Wien, lebt heute in Zürich und spielt in diversen Projekten wie: WAL mit Joke Lanz (turntables) und Bruno Amstad (voc), die Trios mit Chris Wiesendanger (p) und Dieter Ulrich beziehungsweise Claudia Ulla Binder (p) und Dieter Ulrich sowie „WWW“ mit Michel Wintsch (p) und Christian Wolfarth (dr) und „Mersault“ mit Tomas Korber (guit/ elec) und Christian Wolfarth. Weber, der auch das Sekretariat der Werkstatt für improvisierte Musik (WIM) Zürich von 2000 bis 2006 leitete, hat schon mit vielen Musikern der europäischen Improvisations-Szene wie Peter Kowald, Irène Schweizer, Werner Lüdi, Lol Coxhill, Wolfgang Reisinger, Stephan Wittwer, Nils Wogram, Phil Minton, Wolfgang Puschnig, Julian Argüelles, Michael Griener, Johannes Bauer, Evan Parker oder Michael Thieke zusammengespielt. Weiterhin trat er mit Charles Gayle, Robert Dick, Tom Varner, Joachim Kühn, Otomo Yoshihide, Elliott Sharp, Simon Nabatov, John Butcher oder Lina Allemano auf.

 

 

Alex Huber (* 1982 in Zug) ist Schlagzeuger, Komponist und Improvisator. Er gibt Solokonzerte, arbeitet mit verschiedenen Duos wie mit der irischen Sängerin Lauren Kinsella oder dem Saxophonisten Urs Leimgruber oder dem Quartet The Workers mit Omri Ziegele, Urs Leimgruber und Christian Weber und ist Bandleader des Quartetts Chimaira mit Philipp Gropper, John Schröder und Oliver Potratz. Als Sideman arbeitet er u.a. mit Tristan Honsinger, Hans Hassler, Achim Kaufmann, Tobias Delius, Colin Vallon. Er ist Mitbegründer des Schweizer Labels Wide Ear Records und Vorstandsmitglied in der WIM Zürich, einem Verein, welcher seit über 35 Jahren improvisierte Konzerte in Zürich veranstaltet. Seit mehreren Jahren ist er zudem als Toningenieur tätig und ein engagierter Instrumentallehrer mit jahrelanger Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Ensembles und Erwachsenen.

 

 

 

ENTRAINMENT:

Frank Gratkowski – alt sax, bass clarinet, flute

Kazu Uchihashi – guitar

Dan Peter Sundland – bass-guitar

Steve Heather – drums

Frank Gratkowski (* 1963 in Hamburg) begann im Alter von 16 Jahren mit dem Saxophonspiel. 1985 begann er sein Saxophonstudium an der Musikhochschule Köln. Weitere Studien u. a. bei Charlie Mariano, Sal Nistico und Steve Lacy schlossen sich an. Noch zur Zeit des Studiums begann die Zusammenarbeit mit Klaus König und dem Grubenklangorchester, später spielte Gratkowski u. a. mit der WDR-Bigband. Seit 1992 spielt er im Duo mit dem Pianisten Georg Gräwe, seit 1999 auch als Trio mit dem Schlagzeuger Paul Lovens. Eine feste Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Pianisten Achim Kaufmann. Außerdem spielt Gratkowski in verschiedenen Trio- und Quartett-Besetzungen, u. a. mit Sebastian Gramss, Philip Zoubek, Gerry Hemingway (Double Blues Crossing), Dieter Manderscheid, Wilbert de Joode und Paul Lovens. Auch gehört er dem Ensemble Zeitkratzer an. Weitere Zusammenarbeit mit Robert Dick, Herb Robertson, Marcio Mattos, Peter Kowald, Ray Anderson, Michael Moore, Greg Osby, Kenny Wheeler, Dieter Glawischnig, Louis Sclavis, Ken Vandermark, John Betsch, David Moss, Jane Ira Bloom, Connie und Hannes Bauer, Wilbert DeJoode, Michael Vatcher, Franz Hautzinger, Wolfgang Reisinger, Fred van Hove, Barre Philips, Ian Ballamy, Martin France, James Newton, Muhal Richard Abrams, Ernst Reijseger, Hamid Drake, Dieter Glawischnig, Theo Jörgensmann, Phil Minton, Mark Dresser, Mark Feldman, Michiel Braam, Han Bennink, Mal Waldron, Misha Mengelberg u.a.

 

Kazuhisa Uchihashi (jap. 内橋 和久, Uchihashi Kazuhisa; * 1959 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Improvisationsmusiker, Komponist, der E-Gitarre, aber auch Daxophon spielt. 1988 wurde er Mitglied des Improvisationsensembles The First Edition, das der Schlagzeuger Yasuhiro Yoshigaki gegründet hatte. Mit Yoshigaki und dem Bassisten Mitsuru Nasuno gründete er 1990 das Trio Altered States. 1993 ging er erstmals mit Hans Reichel auf Tournee. Zwischen 1994 und 1997 war er zudem Mitglied von Yoshihide Otomos Ground Zero. 1996 trat er auch mit dem Sänger Haco, Samm Bennett und Zeena Parkins auf. Weiterhin spielte er mit Musikern wie Alfred Harth, Barre Phillips, Kang Tae Hwan, Wadada Leo Smith, Peter Brötzmann, Ned Rothenberg, Jon Rose, Shelley Hirsch, Lauren Newton, Joëlle Léandre, Fred Frith, Derek Bailey, Satoko Fujii und Elliott Sharp. Auch gründete er 1997 die Band Phantasmagoria, mit der er bis 2000 drei Alben vorlegte.

 

 

Dan Peter Sundland (* 1986 in Oslo) ist ein einzigartiger E-Bassist und Komponist, der in der Jazz- und Improvisationsszene in Norwegen und Berlin aktiv ist. Sein Spiel zeichnet sich durch seine ausdrucksstarken, weitreichenden Spieltechniken aus. Er war Leiter des Trondheim Improvisation Orchestra zusammen mit Peder Simonsen 2009-2010 und arbeitete mit Musikern wie Jim Black, John Hollenbeck, Axel Dörner, Tobias Delius, Clara Haberkamps, Hans Hulbækmo, Hanna Paulsberg, Eirik Hegdal, John Pål Inderberg und Tor Haugerud.

 

 

 

Steve Heather (* 1969 in Melbourne, Australien) studierte Perkussion und Improvisation am Victorian College of the Art in Australien (1991) und Performance Art am Institut DasArts in Amsterdam (2006). Heather arbeitete zunächst in den 1990er-Jahren in Melbourne; ab Ende des Jahrzehnts in den Niederlanden mit Susanne Abbuehl, Tobias Delius und mit Jorrit Dijkstra und Paul Pallesen im Trio Tone Dialing.  Heather lebt gegenwärtig in Berlin und arbeitet in verschiedenen Projekten u. a. mit Andy Moor, Yannis Kyrialides, Joe Williamson, Thomas Meadowcroft, Boris Hauf, Martin Siewert, Burkhard Stangl sowie als Solist. Weiterhin komponiert und arbeitet er im Bereich Tanz, Theater, Film und Neue Medien. In seinen eigenen Musikprojekten spielt er von Avantgarde- und Free Jazz bis Noise und Drone.

 

live im Aufsturz, Berlin, 13.9. 2019

 

 

DIGITAL PRIMITIVES:

Cooper-Moore - diddley-bow, perc, fl, ashimba, mouth bow, hoe-handle harp

Assif Tsahar - ts, bcl

Chad Taylor - drums

Cooper-Moore (* 1946 in Virginia als Gene Y. Ashton) ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist des Free Jazz und der Neuen Improvisationsmusik sowie Musikpädagoge und Instrumentenbauer. Er begann mit acht Jahren Klavier zu lernen und spielte zunächst Kirchenmusik. Unter dem Einfluss der Musik von Thelonious Monk, Charles Mingus oder Ornette Coleman beschäftigte er sich mit Improvisationsmusik. 1970 gründete er mit dem Saxophonisten David S. Ware und dem Schlagzeuger Marc Edwards das Trio Apogee. Gegenwärtig arbeitet er mit einem Trio aus Tom Abbs und Chad Taylor namens Triptych Myth. Eine weitere Formation unter seiner Leitung ist das Trio Digital Primitives, zu dem Chad Taylor und Assif Tsahar gehören. Er arbeitet außerdem in Bill Coles Untempered Ensemble, mit Steve Swell, Susie Ibarra und William Parker, u. a. trat er mit Parkers Jeanne Lee Project auf dem New Yorker Vision Festival 2003 auf. Für das Avantgarde-Label AUM Fidelity nahm er mehrere Alben auf.

 

 

Assif Tsahar (* 1969 in Tel Aviv) begann im Alter von vierzehn Jahren Gitarre zu spielen und wechselte siebzehnjährig zum Saxophon, später kam noch die Bassklarinette dazu. 1990 kam er nach New York, wo er bald zur musikalischen Szene um Cecil Taylor, Butch Morris, William Parker und Susie Ibarra gehörte. Mit Patricia Parker, der Frau von William Parker, gründete er das alternative Vision Festival, 1999 außerdem das Plattenlabel Hopscotch Records. Neben der Arbeit im Trio mit William Parker und Susie Ibarra bildete er ein Trio mit Peter Kowald und Rashied Ali. Daneben trat er in Gruppen von Cecil Taylor und Butch Morris auf und arbeitete u. a. mit Gunda Gottschalk, Umberto Petrin, Ken Vandermark und Kent Kessler. Auf einer Europatournee 2003 war er mit Mat Maneri und Jim Black zu hören.

 

 

 

Chad Taylor (* 1973 in Tempe, Arizona) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Bandleader im Bereich des Creative Jazz und improvisierter Musik. Taylor begann Anfang der 1990er Jahre in den Jazzszenen von New York und Chicago zu arbeiten. Er war mit Rob Mazurek and Jeff Parker Mitbegründer des Chicago Underground Orchestra, spielte bei Triptych Myth von Cooper-Moore und in Digital Primitives mit Assif Tsahar. Er gehörte Marc Ribots Spiritual Unity Projekt an, spielte außerdem mit Pharoah Sanders, Roscoe Mitchell, John Zorn, Evan Parker, Ellery Eskelin, Tony Malaby, Nicole Mitchell, Henry Grimes, Marc Ribot, Avram Fefer und Craig Taborn. 2008 legte Taylor sein Debütalbum Circle Down (482 Music) vor, das er im Trio mit dem Bassisten Chris Lightcap und der Pianistin Angelica Sanchez einspielte. Er lebt gegenwärtig in Jersey City, wo er mit seiner Band Circle Down auftritt.

 

 

 

epilog so., 11. april '21, 11:00 uhr:

café bar zing, rotenbergstraße 37

 

JAM-SESSIONS mit Festivalmusikern

Workshopband-Abschlußkonzert